Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Kommission droht nun mit geeigneten Maßnahmen, um das Einhalten der Kommissionsvorgaben sicherzustellen. Sie sieht in der EU noch großen Bedarf, den Anbau von Gen-Pflanzen und herkömmlichen Pflanzen nebeneinander zu beobachten. Ländern, die bereits gesetzliche Regelungen zum Schutze der gentechnikfreien Landwirtschaft erlassen haben, wirft sie verfrühtes Vorpreschen vor. Erst für 2008 kündigte sie einen Zwischenbericht an.

Bislang schon zeichnete sich die EU-Kommission durch ihre Bereitwilligkeit aus, jede von der Industrie beantragte Zulassung einer Gen-Pflanze abzunicken, kommentiert der Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Alexander Hissting die Veröffentlichung des Berichtes. Nun versucht sie mit der Drohung rechtlicher Schritte, Länder und Regionen in der EU auf ihren Kurs zu zwingen. Gerade wenn diese sich frühzeitig für die Rechte ihrer Bauern und Verbraucher stark machen, die sich gegen den Anbau von Gen-Planzen und gegen Gen-Food aussprechen.

Machen Sie mit: Fordern Sie den Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft auch international

Nächste Gelegenheit für eine Auseinandersetzung über das Thema Koexistenz bietet sich bei einer EU-Konferenz in Wien vom 4. bis 6. April. Vor dem Tagunsort wird es einen Marsch der gentechnikfreien Regionen geben, an dem sich Bauern, Vertreter der Regionen und NGOs wie Greenpeace beteiligen. Schon viel früher - vom 13. bis 17. März - findet auf internationaler Ebene ein Treffen statt, wo es um die Bedrohung der biologischen Vielfalt durch die weltweiten Im- und Exporte von Gen-Pflanzen geht.

Beim dritten Treffen der Mitgliedsländer des Cartagena Protokolls in Curitiba sollen die Methoden festgelegt werden, mit denen bei internationalen Transporten Gen-Pflanzen identifiziert werden können, erklärt Hissting. Hier müssen klare Regeln her, damit jedes Land der Welt genau weiß, wo Gen-Pflanzen ins Land kommen und welche es sind. Doch im Moment ist unklar, auf was sich die Teilnehmer einigen werden.

Ein großer Unsicherheitsfaktor ist Brasilien. Bislang hat dessen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva eine internationale Regelung blockiert und es ist unbekannt, ob er strikte Methoden, die die größte Transparenz versprechen, befürwortet. Schreiben Sie deshalb Präsident Lula und fordern Sie ihn auf, den Geist des Cartagena-Protokolls zu erfüllen. Beteiligen Sie sich an unserer Mitmach-Aktion! (Link ganz unten)

Mehr zum Thema

Dirk Zimmermann

Zum Tod von Dirk Zimmermann

  • 09.08.2022

Am 3. August 2022 ist unser Kollege und Freund Dirk Zimmermann viel zu früh, viel zu jung nach schwerer Krankheit gestorben. Ein Nachruf.

mehr erfahren
Organic Meals at Kindergarten in Hamburg

Warum Städte künftig mehr Bio-Essen anbieten wollen

  • 22.02.2022

Den Anteil an Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kitas, Schulen und städtischen Kantinen wollen 20 von 27 Städten in Deutschland mit konkreten Zielen erhöhen. Das ergab eine Abfrage von Greenpeace.

mehr erfahren
GP1SUQSD Urban Ecological Farming in Auckland

Neue Gentechnik: Positionen des Lebensmittelhandels

  • 31.01.2022

Bisher ist die gentechnikfreie Landwirtschaft in Europa eine Erfolgsgeschichte. Doch mit der Freiheit, sich bewusst gegen Gentechnik im Essen entscheiden zu können, könnte es bald vorbei sein.

mehr erfahren
Protest Against New Pig Farm in Alt Tellin

Umsetzung der EU-Agrarreform – ein Kommentar

  • 16.12.2021

Der Bundesrat besiegelt die nationale Umsetzung einer EU-Agrarreform, die diesen Namen nicht verdient. Milliarden Steuergelder werden ziellos verschwendet. Was die neue Bundesregierung nun tun muss.

mehr erfahren
Cem Özdemir

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir - eine Analyse

  • 08.12.2021

Das Landwirtschaftsministerium steht nach fast zwei Jahrzehnten zum zweiten Mal unter grüner Leitung. Was nun zu tun ist - ein Interview mit Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

mehr erfahren

Bundesbehörde auf Abwegen

  • 04.10.2021

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schützt die Gentechnik-Industrie statt die Verbraucher:innen.

mehr erfahren