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kommerzieller Anbau Seelow

Greenpeace-Gentechnikexperte Henning Strodthoff kommentiert

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Der Beschluss der Koalitionsarbeitsgruppe ist leider ein wichtiger Punktsieg für die Gentechnik-Lobby. Er gefährdet die Zukunft der gentechnikfreien Landwirtschaft in Deutschland, weil er Gen-Bauern unverhältnismäßig schützt. Wenn künftig nicht mehr die Gen-Bauern, sondern ein Fonds für Schäden haftet, werden Gen-Bauern faktisch aus der Verantwortung für den Schutz benachbarter Flächen entlassen. Sie bekommen einen Freibrief für den Anbau von Gen-Pflanzen.

In den meisten Fällen wird man nicht nachweisen können, von welchem Feld beispielsweise eine Verunreinigung durch Gen-Mais herrührt, der Verursacher bleibt im Dunkeln. Bisher muss ein Gen-Bauer damit rechnen, für Schäden persönlich zu haften, und wird entsprechend vorsichtig sein. Künftig würde er keine Haftung mehr übernehmen. Mit dem Vorschlag der Koalitionäre würde der Anbau von Gen-Mais in Deutschland gefördert. Die gentechnikfreie Landwirtschaft und damit auch die Wahlfreiheit der Verbraucher hätten das Nachsehen.

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