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Als genetisch veränderte Soja Ende der 90iger Jahre auf den argentinischen Markt kam, schien es. als sei die Lösung für alle wirtschaftlichen Probleme des Landes gefunden. Häufige Bodenerosionen in der Pampa, der fruchtbarsten Region Argentiniens, machten das Pflügen unmöglich. Dadurch konnte sich Unkraut schnell verbreiten. Mixturen aus Herbiziden mussten mehrmals im Jahr gespritzt werden.

Die Gen-Soja Roundup Ready von Monsanto war perfekt auf diese Probleme zugeschnitten. Sie war gegen den Wirkstoff Glyphosat resistent. Zwei Behandlungen in der Saison mit diesem Unkrautvernichtungsmittel reichten. So war Argentinien im Jahre 1997 eines der ersten Länder, die den Anbau von Gen-Pflanzen erlaubten.

Der Handel blühte, das Geld floss und bis 2002 war fast die Hälfte des argentinischen anbaufähigen Landes - 11,6 Millionen Hektar - mit Gen-Soja bepflanzt, auch weit über die Pampa hinaus. Bereits in den goldenen Zeiten jedoch warnten Wissenschaftler vor den verheerenden Folgen, die jetzt sichtbar werden.

Unkrautarten, die gegen Glyphosat resistent sind, verbreiten sich überall auf den Feldern. Die Dosis des giftigen Mittels wird ständig erhöht und neue Herbizide kommen zum Einsatz. Schätzungsweise 150 Millionen Liter Glyphosat wurden allein im Jahr 2003 versprüht. Getreide auf Nachbarfeldern wird durch die Giftwolken zerstört. Menschen leiden an Atemnot und Ausschlag, Vögel bringen missgebildete Junge zur Welt. Auch der Boden leidet unter dem Einsatz des Herbizides: Wichtige Bakterien werden vernichtet und die Erde wird unfruchtbar.

Immer mehr wird deutlich, dass der Traum von der Gen-Soja zum Alptraum für die argentinischen Bauern und die Wirtschaft des Landes wird. Ein warnendes Beispiel für die Länder, die sich an den Schwellen zum Anbau von Gen-Pflanzen befinden.

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