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Das verbotene Pestizid setzen Blumenerzeuger anscheinend in größerem Umfang ein, um die Tulpen kurzstielig zu halten, sagt Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. Wir haben Spitzenwerte bei Tulpen gefunden, die nur durch ein Bad in dem Pestizid erreicht werden können. Das ist kein Kavaliersdelikt. Wir fordern, den Einsatz illegaler Pestizide als Straftat zu ahnden.

Insgesamt haben wir Tulpenproben aus Hamburg, München und dem Raum Düsseldorf untersuchen lassen. Bei den Blumen aus Meerbusch fand das Labor den Spitzenwert von 10,6 Milligramm pro Kilogramm. Gegen die Erzeuger der betroffenen Tulpen haben wir Anzeige erstattet. Bereits am Donnerstag haben wir das Verbraucherministerium des Landes informiert, um den illegalen Einsatz zu stoppen.

Paclobutrazol baut sich extrem langsam ab. Er bleibt über Jahre in der Natur. Wenn die Tulpen beispielsweise auf dem Kompost entsorgt werden, kann die eventuell später verwendete Komposterde immer noch Spuren des Giftstoffs enthalten, der so auch in die Nahrungskette gelangen kann.

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