Skip to main content
Jetzt spenden
Trauben in Frankreich
© Pierre Gleizes / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Trauben aus der Europäischen Union (EU) schneiden beim Test von Greenpeace am besten ab. Keine der insgesamt 40 Proben musste wegen Überschreitung der Höchstwerte beanstandet werden. Eine Probe aus der Türkei wies jedoch elf Pestizide auf. Laut Greenpeace Landwirtschafts-Expertin Christiane Huxdorff ist ein solcher Pestizid-Cocktail problematisch: Bis zu elf verschiedene Wirkstoffe in einer Traube sind zu viel.

Die unterschiedlichen Pestizide werden unter anderem eingesetzt, um die Höchstwerte bei einem einzigen Stoff nicht zu überschreiten. Ein einzelnes Pestizid mit geringer Konzentration ist an und für sich nicht gesundheitsschädlich, doch die Kombination wird von Greenpeace als nicht empfehlenswert bewertet. Dieselbe Einschätzung belegt auch die Studie Mehrfachbelastungen durch Pestizide auf Mensch und Umwelt, die vom Biologen und Fachtoxikologen Wolfgang Reuter im Auftrag der unabhängigen Umweltschutzorganisation erarbeitet wurde. Trotzdem erkennt Greenpeace einen Trend zu weniger Überschreitungen der gesetzlichen Höchstmenge.

Bio ist besser, aber auch nicht ganz unbelastet

Die Bio-Trauben schneiden im Vergleich zu konventionellen Trauben besser ab. Nur zwei der sechs Proben enthalten mit 0,01 Milligramm pro Kilogramm geringe Rückstände an Pestiziden. Deshalb weist Christiane Huxdorff darauf hin: Um Pestiziden möglichst weitgehend vorzubeugen, bleibt dem Verbraucher beim Einkauf von Tafeltrauben keine andere Wahl als der Griff ins Bioregal.

Im Juli und August machten Greenpeace-Mitarbeiter Testkäufe in verschiedenen deutschen Städten. Die 40 Tafeltrauben-Proben wurden in den sechs führenden Supermarktketten gekauft: Aldi, Edeka, Schwarzgruppe, Metro, REWE und Kaiser's Tengelmann. Außerdem kaufte Greenpeace Proben auf dem Großmarkt Hamburg. Ein für die Untersuchung von Pestizidrückständen in Lebensmitteln zertifiziertes Labor überprüfte die Lebensmittel auf 500 verschiedene Rückstände.

Ratgeber zu pestizidfreiem Essen

Der Greenpeace-Ratgeber Essen ohne Pestizide bewertet Pestizid-Rückstände mit einem einfachen Ampelsystem. Er hilft außerdem dabei, möglichst gering belastete Lebensmittel zu kaufen und Pestizide ganz zu vermeiden. Die wichtigste Faustregel dabei ist: Obst und Gemüse aus biologischem Anbau ist nahezu uneingeschränkt empfehlenswert.

Mehr zum Thema

Tierische Aufgabe

  • 15.11.2021

Nur wenn die Zahl der Tiere in der Landwirtschaft halbiert wird, kann der Sektor seinen gesetzlich vorgegebenen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Abbau muss jetzt beginnen.

mehr erfahren

Auslaufmodell Billigfleisch

  • 05.11.2021

Noch dominiert zwar Frischfleisch aus tierschutzwidriger Haltung das Sortiment, aber der Handel ist in Bewegung. Das zeigt der neue Supermarkt-Check von Greenpeace.

mehr erfahren

Bundesbehörde auf Abwegen

  • 04.10.2021

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schützt die Gentechnik-Industrie statt die Verbraucher:innen.

mehr erfahren

Schleichende Pandemie

  • 05.07.2021

Konventionelles Schweinefleisch ist teilweise mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Folge des Billigfleisch-Systems ist auch die Unwirksamkeit lebenswichtiger Arzneimittel.

mehr erfahren

„Auf Biegen und Brechen“

  • 24.06.2021

Die EU-Förderpolitik müsste bäuerliche Betriebe auf die Herausforderungen durch Klima- und Artenkrise vorbereiten. In Brüssel und Berlin lässt man sie aber im Stich.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktive helfen im Mai 2006 einem Farmer in der Provinz Rayong (200 Kilometer östlich von Bangkog/Thailand) gentechnisch verunreinigte Papaya sicherzustellen.

Gentechnik

  • 18.06.2021

Neue gentechnische Verfahren in der Pflanzenzucht versprechen ein lukratives Geschäft für die Gentechnik-Industrie. Doch der Einsatz der Agro-Gentechnik birgt unkalkulierbare Risiken.

mehr erfahren