Skip to main content
Jetzt spenden
Stachelbeeren
© Christoph Piecha/Greenpeace

Das Greenpeace EinkaufsNetz fand zahlreiche Pestizidrückstände - darunter auch illegale Wirkstoffe

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

89 Prozent der konventionellen Früchte waren mit Pestizidrückständen belastet. Elf Prozent der Proben erreichten oder überschritten die zulässigen Grenzwerte. Über zwei Drittel der Beeren enthielten einen Giftcocktail von bis zu sieben verschiedenen Pestiziden.

Unter den 20 gefundenen Pestizidwirkstoffen befinden sich auch solche, die für die menschliche Gesundheit besonders gefährlich sind. Mehrere sind krebserregend, nervengiftig oder es besteht der Verdacht auf hormonelle Wirksamkeit.

In mehreren Proben fand das Greenpeace EinkaufNetz sogar Spritzmittel, die zur Anwendung bei Johannis- und Stachelbeeren gar nicht zugelassen sind. Das ist ein deutlicher Hinweis auf den illegalen Einsatz von Agrargiften.

Inzwischen hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Testergebnisse offiziell bestätigt. Greenpeace hat bei den zuständigen Staatsanwaltschaften Anzeige wegen des Einsatzes illegaler Pestizide erstattet und fordert eine wirksame Kontrolle von Lebensmitteln durch die Überwachungsbehörden der Länder. Lebensmittel, die mit unzulässigen Spritzmitteln behandelt wurden, müssen umgehend aus dem Verkehr gezogen werden.

Bei den jüngsten Untersuchungen handelt es sich nicht um Einzelfälle. Schon in den vergangenen Jahren fand das Greenpeace EinkaufsNetz hohe Pestizidbelastungen in Obst und Gemüse. Der Skandal: Die EU und das Verbraucherministerium haben die Pestizidgrenzwerte für Lebensmittel in den letzten Jahren massiv angehoben. Dadurch sinkt sie Anzahl der Grenzwertüberschreitungen vordergründig. Von Entwarnung kann jedoch keine Rede sein. Das Greenpeace EinkaufsNetz hat die im jetzigen Test gemessenen Pestizidbelastungen zusätzlich auf der Basis der im Jahr 2001 geltenden Höchstmengen bewertet: danach hätten 68 Prozent der Proben das gesetzliche Limit überschritten.

Einzelheiten finden Sie in unseren Pdf-Dokumenten und weiteren Greenpeace Internet-Seiten.

Mehr zum Thema

Greenpeace-Aktive helfen im Mai 2006 einem Farmer in der Provinz Rayong (200 Kilometer östlich von Bangkog/Thailand) gentechnisch verunreinigte Papaya sicherzustellen.

Gentechnik

  • 18.06.2021

Neue gentechnische Verfahren in der Pflanzenzucht versprechen ein lukratives Geschäft für die Gentechnik-Industrie. Doch der Einsatz der Agro-Gentechnik birgt unkalkulierbare Risiken.

mehr erfahren

Von wegen unsichtbar

  • 10.06.2021

Mit einem neuen, frei zugänglichen Verfahren kann erstmals die Anwendung sogenannter neuer Gentechnik bei einer Rapssorte nachgewiesen werden.

mehr erfahren

Tödliche Gefahr für die Bienen

  • 09.06.2021

Mit Sonderregelungen für Pestizide umgeht die Politik den Insektenschutz, den sie seit Jahren versprochen hat und gefährdet die Biodiversität.

mehr erfahren
Larissa Bombardi, Pestizidforscherin

"Das Potenzial ist enorm"

  • 17.05.2021

Der Pestizideinsatz in Brasilien ist enorm, er verursacht Schäden für Mensch und Umwelt. Oft stammt die Chemie aus Europa. Über Lebensmittelexporte gelangt sie zurück auf unsere Teller. 

mehr erfahren
Drei junge Frauen sitzen an einem mit Getränken und vegetarischen Speisen gedeckten Tisch.

Probieren Sie das mal!

  • 12.04.2021

Gutes Essen – was bedeutet das? Dass es lecker ist, na klar. Gesund soll es sein, umweltschonend und fair produziert. Geht das alles zusammen? Ja – diese 10 Tipps machen Appetit.

mehr erfahren

(K)ein grosser Wurf?

  • 10.02.2021

Das Bundeskabinett hat ein Insektenschutz-Paket beschlossen. Doch kann es das Insektensterben aufhalten?

mehr erfahren