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Raps-Blüte mit Honig-Biene.
Bernhard Nimtsch/Greenpeace

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Illegale Pestizide in Obst und Gemüse sind nicht nur eine Gefahr für die Verbraucher. Viele der nicht erlaubten Spritzmittel, deren Einsatz von uns aufgedeckt wurde, sind stark giftig für Bienen, so Manfred Krautter, Chemieexperte bei Greenpeace.

Bereits im Februar gab Greenpeace die sogenannte Schwarze Liste der Pestizide heraus und forderte das Verbot für 327 hochgiftige Spritzmittel. Auf dieser Liste sind auch die acht für Bienen schädlichen Wirkstoffe zu finden.

Die Bienensterben in den letzten Jahren könnten durchaus mit dem illegalen Einsatz bienengiftiger Pestizide in Verbindung stehen. Die Bauern würden sich durch den Einsatz der illegalen Mittel jedoch selbst ins Bein schießen. Denn Bienen sind unerläßlich für die Bestäubung der meisten Nutzpflanzen.

Die giftigen Pestizide wurden vor allem in Früchten wie Erdbeeren und Johannisbeeren, Äpfeln und Birnen nachgewiesen. Außerdem zählen Kräuter, Salat und Weizen dazu.

Das BVL und die Pflanzenschutz-Kontrollbehörden der Länder müssen jetzt überprüfen, ob Bienenvölker durch solche nicht zugelassenen Spritzmittel geschädigt wurden. Für den Verbraucherschutz und für den Umweltschutz: Die Agrarminister müssen diesem kriminellen Treiben der Bauern ein Ende bereiten, fordert Krautter.

Erst im Frühjahr diesen Jahres kam es in Deutschland zu einem ungewöhnlichen Bienensterben, das rund 30 Prozent der Bienenvölker vernichtete. Schuld daran war der giftige Wirkstoff Clothianidin, mit dem Maissaatgut behandelt worden war.

Machen Sie mit: Am 18. und 19. September tagen die Verbraucherschutzminister. Fordern Sie die Verantwortlichen auf, wirksame Maßnahmen gegen das illegale Geschäft mit gefährlichen Lebensmitteln zu beschließen. Fordern Sie auch, dass veröffentlicht wird, wer gegen das Pflanzenschutzrecht verstoßen hat. Hier geht es zur Mitmachaktion.

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