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Der Verkauf dieser Früchte durch REWE ist gesetzwidrig, stellt Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter fest. Die Erdbeeren müssen sofort vom Markt genommen werden. Die Qualitätskontrolle des REWE-Konzerns ist offenbar miserabel. Der Konzern muss endlich sicher stellen, dass er keine pestizidbelastete Ware mehr verkauft und seine Kunden besser schützt.

Bereits im März hatte Greenpeace Früherdbeeren verschiedener Supermarktketten auf Pestizidrückstände untersucht. Bei Erdbeeren eines Hamburger minimal-Marktes wurde eine Grenzwertüberschreitung um das Siebenfache festgestellt.

Auch die Stiftung Warentest veröffentlichte vor einigen Tagen einen Pestizid-Test von Erdbeeren und stellte nur bei den Früchten eines REWE-Geschäftes ein Überschreiten des Grenzwertes fest. Nach nunmehr drei dokumentierten Verstößen gegen das Lebensmittelgesetz in kürzester Zeit fordert Greenpeace den Konzern zum Handeln auf. REWE muss endlich dafür sorgen, dass bei den angebotenen Lebensmitteln zumindest die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.

Früherdbeeren gehören zu den Obstsorten, die am stärksten und häufigsten mit Pestiziden belastet sind. Weil der Lebensmittelhandel selbst nicht genug kontrolliert und die Behörden unzureichend überwachen, gelangen diese zum Teil gesundheitlich bedenklichen Früchte trotzdem auf den Tisch der Verbraucher.

Doch das Problem ist keinesfalls neu: Bei Stichproben von Überwachungsbehörden aus dem Jahr 2001 wurden in über zehn Prozent der angebotenen Erdbeeren die Pestizid-Grenzwerte überschritten. Obwohl diese erst gar nicht verkauft werden dürften, bleibt dem Verbraucher nur, selbst für seine Gesundheit zu sorgen.

Erdbeeren sollte man nur kaufen, wenn sie bei uns reif sind, empfiehlt Krautter. Grundsätzlich sind Bio-Lebensmittel die beste Wahl für eine gesunde und sichere Ernährung.

Greenpeace fordert verstärkte Lebensmittelkontrollen durch den Lebensmittelhandel und die Behörden. Die Supermarktketten müssen sicherstellen, dass keine Ware angeboten wird, die Grenzwerte überschreitet. Grundsätzlich

sollen nur rückstandsfreie Lebensmittel verkauft werden. Die Behörden müssen rigoroser gegen Verstöße vorgehen.

Greenpeace fordert darüberhinaus ein Verbraucherinformationsgesetz, nach dem Grenzwertüberschreitungen in Lebensmitteln sofort unter Nennung der Markennamen und Hersteller öffentlich gemacht werden müssen.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Greenpeace-Untersuchung von Erdbeeren vom März 2003.

Auch die Presseerklärung vom März können Sie nachlesen. (mir)

Weitere Informationen zum Verbraucher-Informationsgesetz (VIG)  finden Sie auf den Seiten des Greenpeace EinkaufsNetzes.

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