Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das BVL weist in seinem Bericht darauf hin, dass die Überprüfung der Proben auf Pestizidrückstände ausschließlich Aufgabe der Länderbehörden sei. Diese führten Kontrollen durch und schickten die Ergebnisse zum BVL, wo sie zusammengefasst und in einem Jahresbericht veröffentlicht würden.

Greenpeace fordert das BVL auf, die Ergebnisse nach nicht zugelassenen Wirkstoffen zu überprüfen und die Erkenntnisse zeitnah zu veröffentlichen.

Aus rechtlichen Gründen sei es dem BVL zum Zeitpunkt der Anfragestellung nicht möglich gewesen, Greenpeace alle relevanten Daten zur Verfügung zu stellen. Greenpeace fordert diese Informationen nunmehr erneut ein.

Das BVL muss mit dafür Sorge tragen, dass die Bundesländer Fälle, in denen der Verdacht auf einen illegalen Pestizideinsatz besteht, verfolgen, die Ursachen aufklären und wirksame Präventionsmaßnahmen einleiten, so Manfred Krautter, Chemieexperte bei Greenpeace.

Eine Anfrage seitens Greenpeace an den BVL-Präsidenten Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg blieb bisher unbeantwortet. Greenpeace hatte den BVL-Chef aufgefordert, tätig zu werden.

Außerdem ist nicht geklärt, welche Maßnahmen das BVL selbst einleitet bzw. zu welchen es anderen Behörden angesichts der illegalen Nutzung von Pestiziden rät.

Es besteht der Verdacht, dass der Einsatz nicht zugelassener Pestizidwirkstoffe für die Schädigung von Bienenvölkern mit verantwortlich ist. Greenpeace fordert deshalb eine Überprüfung möglicher Schäden illegaler Pestizidanwendungen auf Bienen durch das BVL. Auch dazu geht das BVL in seiner Stellungnahme nicht ein.

Letzte Woche hatte Greenpeace den Bericht Illegale Pestizide in Obst und Gemüse aus Deutschland veröffentlicht. Insgesamt wurden demnach in deutschen Lebensmitteln 59 in Deustchland nicht zugelassene Pestizide nachgewiesen, von denen acht auch als hochgiftig für Bienen gelten.

Machen Sie mit: Am 18. und 19. September tagen die Verbraucherschutzminister. Fordern Sie die Verantwortlichen auf, wirksame Maßnahmen gegen das illegale Geschäft mit gefährlichen Lebensmitteln zu beschließen. Fordern Sie auch, dass veröffentlicht wird, wer gegen das Pflanzenschutzrecht verstoßen hat. Hier geht es zur Mitmachaktion.

Mehr zum Thema

Tisch gedeckt mit vegetarischem Essen

Wie gesunde Ernährung aufs Klima wirkt

  • 07.09.2022

Eine Ernährung mit weniger Fleisch und Milch würde den Flächenverbrauch in der Landwirtschaft um 40 Prozent reduzieren, zeigt eine neue Greenpeace-Studie.

mehr erfahren
Mähdrescher auf einem großen Weizenfeld in der Ukraine, 2021

Knappes Getreide: EU kann Exportausfälle der Ukraine ausgleichen

  • 05.04.2022

Der Krieg in der Ukraine verknappt das Angebot an Getreide und Pflanzenölen auf dem Weltmarkt. EU-Staaten könnten die Exportausfälle ausgleichen.

mehr erfahren
GE Clearing Contaminated Farm in Thailand

Gentechnik

  • 18.06.2021

Neue gentechnische Verfahren in der Pflanzenzucht versprechen ein lukratives Geschäft für die Gentechnik-Industrie. Doch der Einsatz der Agro-Gentechnik birgt unkalkulierbare Risiken.

mehr erfahren

Von wegen unsichtbar

  • 10.06.2021

Mit einem neuen, frei zugänglichen Verfahren kann erstmals die Anwendung sogenannter neuer Gentechnik bei einer Rapssorte nachgewiesen werden.

mehr erfahren

Tödliche Gefahr für die Bienen

  • 09.06.2021

Mit Sonderregelungen für Pestizide umgeht die Politik den Insektenschutz, den sie seit Jahren versprochen hat und gefährdet die Biodiversität.

mehr erfahren
Larissa Bombardi, Pestizidforscherin

"Das Potenzial ist enorm"

  • 17.05.2021

Der Pestizideinsatz in Brasilien ist enorm, er verursacht Schäden für Mensch und Umwelt. Oft stammt die Chemie aus Europa. Über Lebensmittelexporte gelangt sie zurück auf unsere Teller. 

mehr erfahren