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Greenpeace-Aktivisten legen vor den Eingang des Bayer-Hauses Pestizid-Kanister, um gegen Grundwasserverschmutzung zu protestieren. Auf dem Banner steht: Bayer's Pestizide vergiften unser Grundwasser.
Fred Dott/Greenpeace

Altpestizide - ein weltweites Problem

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Verantwortlich für Herstellung und Export sind im Wesentlichen zehn große transnationale Chemiefirmen, die zusammen über 80 Prozent des Weltmarktes kontrollieren. Deren Hauptsitze befinden sich in reichen Industriestaaten, wo viele dieser sogenannten Dauergifte (POPs: persistant organic pollutants) bereits verboten wurden oder aufgrund ihrer Gefährlichkeit nicht mehr eingesetzt werden.

Mit Beginn des dritten Jahrtausends gewinnt das Thema an Brisanz. Denn im Mai 2001 unterzeichneten in Stockholm 70 Staaten eine weltweite Konvention (Stockholm Convention), nach der die zwölf gefährlichsten Dauergifte (dirty dozen) auf der Welt verboten sind, darunter neun Pestizide (Aldrin, Chlordane, DDT, Dieldrin, Endrin, Heptachlor, Mirex, Toxaphene). Die Konvention verlangt auch die Vernichtung von Vorräten und Altlasten.{image}

Die Produzenten der heutigen Altlasten sind die gleichen Unternehmen, die in der Vergangenheit die Pestizide als Wunderwaffe gegen den Welthunger propagierten. Diese Versprechungen wurden nicht erfüllt. Vielmehr zerstört der Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger die natürliche Fruchtbarkeit der Böden - die Bauern benötigen immer mehr teure Chemie, um gleichbleibende Erträge zu erzielen. Ein Teufelskreis, der viele Bauern in den Ruin treibt. Während die industrielle Landwirtschaft für die großen Unternehmen ein lukratives Geschäft ist, vernichtet sie die natürlichen Grundlagen unserer Ernährung: die Vielfalt an Pflanzen und Tieren, gesunde Böden und sauberes Wasser.

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