Vega

Die Vega ist die legendäre Yacht, mit der David McTaggart im Jahr 1972 erstmals in das Sperrgebiet des französischen Atomtestgebiet um das Moruroa-Atoll eindringt. Sie ist außerdem das Schiff mit der längsten Greenpeace Karriere. Über zwanzig Jahre steht sie für Aktionen zur Verfügung.

Die äußerst starke, seetüchtige Yacht ist in Neuseeland vollständig aus einheimischen Hölzern gebaut worden. Sie ist mit riesigen Diesel- und Wassertanks ausgestattet und so in der Lage, jedes Weltmeer zu durchqueren.

 
Greenpeace-Schiff Vega segelt vor Mororua.

Im Jahre 1969 erwirbt McTaggart die Yacht und schließt sich ein Jahr nach Aleuten-Fahrt Greenpeace an. Von Neuseeland aus protestieren er und andere Greenpeace- Aktivisten mit der Vega gegen die Atomtests der Franzosen im Südpazifik. Sein Name wird weltweit bekannt, als er 1973 bei einer Protestaktion auf hoher See von französischen Marinesoldaten krankenhausreif geschlagen wird.

1981 wird die Vega wieder auf einen Einsatz in Moruroa vorbereitet. Nach der Pensionierung McTaggarts ist die Basis des Schiffs im Mittelmeer. Die Vega steht von dort aus aber weiterhin für einzelne Kampagnen zur Verfügung.

1995 treffen sich die Vega - mit ihrem Skipper McTaggart - die Rainbow Warrior II und andere Schiffe der Friedensflotte. Zusammen machen sie sich gegen die französischen Atomtests nach Moruroa auf den Weg. Die Vega wird von der französischen Marine konfisziert und erst im März 1996 an ihren Eigentümer zurückgegeben.

Nach McTaggarts Tod 2001 übernahm der Ur-Greenpeacer Chris Robinson das Schiff. Robinson war schon auf der Rainbow Warrior gefahren. Er starb 2008 an Krebs. Mit Kapitän Daniel Mares nimmt die alte Jacht noch heute an Umweltaktionen teil. Im März 2011 gehörte sie zu einer Flotille, die vor der neuseeländischen Küste gegen Ölprobebohrungen protestierte.

  • Im Einsatz: 1972-95
  • Baujahr: 1948
  • Schiffstyp: Jacht
  • Heimathafen: Vancouver
  • Länge: 12 Meter
  • Geschwindigkeit: 6,5 Knoten
  • Besatzung: 5 Personen

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