33 Jahre ist es her, dass die erste Rainbow Warrior ausgelaufen ist - der Anfang einer Ära im Jahr 1978. Vor 26 Jahren dann der verheerende Anschlag des französischen Geheimdienstes auf das Schiff, bei dem ein Greenpeacer stirbt und das Wahrzeichen der Organisation sinkt. Die Legende lebt in der Rainbow Warrior II weiter. Und sie wird in der Rainbow Warrior III weiterleben - auch wenn bei diesem Schiff vieles anders sein wird.
Große Segel, grüner Anstrich und ein großer Regenbogen an der Bordwand - jede Rainbow Warrior sieht so aus. Sie ist groß und anmutig und steht für Greenpeace, Frieden und Umweltschutz. Kein Wunder, dass der über 50 Jahre alten Rainbow Warrior II eine dritte folgen soll. Ein Schiff, das wieder die Maßstäbe einer Rainbow Warrior erfüllt.
Grüne Schiff
Die Rainbow Warrior III wird das tun und dazu weitere Maßstäbe setzen. Als bislang erstes Schiff, das von Greenpeace International komplett neu gebaut wird, soll sie als Grünes Schiff zukunftsweisend sein. Mit der umweltfreundlichsten Technik ausgerüstet, ist die Rainbow Warrior vor allem auf das Segeln ausgerichtet. Die 1300 Quadratmeter großen Segel treiben das Schiff voran. Werden die Wetterbedingungen schlechter, fährt die Rainbow Warrior mithilfe von Dieselmotoren mit einer Abgasreinigungsanlage über die Meere. Sogar ein Elektromotor ist an Bord, der das Regenbogenschiff bei kleinen Geschwindigkeiten voranbringt.
Das Schiff setzt aber noch weitere umweltfreundliche Maßstäbe: Der Müll wird direkt an Bord sortiert, Trinkwasser wird aus dem Meer gewonnen und auch das Abwasser an Bord wird wieder aufbereitet.
Neben diesen umwelttechnischen Vorzügen bietet die neue Rainbow Warrior auch eine Ausstattung, die das Schiff in ein perfektes Kampagnenschiff verwandelt. So befinden sich zahlreiche Schlauchboote an Bord, die auch bei schlechtem Wetter und hohem Seegang leicht ins Wasser gelassen werden können. Außerdem gibt es an Deck jetzt einen Hubschrauberlandeplatz.
2009 hat Greenpeace das zukünftige Flaggschiff der Organisation in Auftrag gegeben. Im polnischen Danzig war zunächst der Rohbau fertiggestellt worden, bevor die Rainbow Warrior III im November 2010 zur Fertigstellung in die Fassmer-Werft in Berne bei Bremen gekommen ist. Dort wurden der Motor und die Inneneinrichtung eingebaut. Zudem hat die Rainbow Warrior ihren üblichen Anstrich bekommen.
Am 4. Juli 2011 dann das erste Highlight: Zum Stapellauf in Berne kamen über hundert Menschen, um das neue Schiff zu sehen. Am 14. Oktober 2011 musste alles fertig sein. Dann wurde die Rainbow Warrior III auf der Werft getauft und eine neue Ära hat anfangen. Eine alte Legende startet in ein neues Leben.
Auf Fans wartete am 22. und 23. Oktober 2011 ein besonderes Highlight. Auf ihrer Jungfernfahrt besuchte die Rainbow Warrior III Hamburg. Wer wissen wollte, wie die Rainbow Warrior III von innen aussieht und wie die Crew lebt und arbeitet, konnte zur Open Boat kommen. Über 4400 Fans schauten sich am Wochenende das neue Greenpeace-Flaggschiff an. Viele waren vom neuen Regenbogen-Krieger begeistert.
Die Rainbow Warror III besuchte im Oktober noch Amsterdam, im November London und Stockholm und im Dezember Marseille, Genua und Barcelona. Nach ihrer Dankeschön-Reise an die Spender und Spenderinnen, wechselt die Rainbow Warrior III in amerikanische Gewässer und wird ihre ersten großen Aktionen starten.