Greenpeace chartert das einstige Lotsenfahrzeug 1981. Namensgeber ist der hellste Fixstern, der Sirius. Seine Leuchtkraft war schon den alten Ägyptern ein Zeichen für die Fruchtbarkeit der Natur.

Mit der Hilfe vieler Freiwilliger wird das Schiff innerhalb von zehn Wochen für Greenpeace- Aktionen umgebaut. Die Schiffsküche wird neu ausgestattet, zusätzliche Navigations- und Kommunikationssysteme auf der Brücke installiert. Die Sirius wird mit Schlauchbooten und Feuerlöschern ausgerüstet und man funktioniert die vordere Messe in einen Lagerraum für Kampagnen-Material und Schlauchboote um.
Mit der Sirius protestiert Greenpeace gegen die britische Atommüllversenkung im Atlantik und radioaktive Einleitungen aus der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield in die Irische See. Zu den Anti-Atom-Aktionen zählen auch zahlreiche Protestfahrten gegen Atomtransporte auf dem Mittelmeer und ein Besuch im Hafen von Leningrad, wo das Schiff und seine Besatzung gegen russische Atomtests protestieren. Bei Protesten gegen die Wiederaufbereitungsanlage La Hague wird die Crew der Sirius von der französischen Bereitschaftspolizei in Cherbourg mit Tränengas und Betäubungsgranaten angegriffen. Zweimal wird das Schiff beschlagnahmt: Einmal nach der Behinderung von norwegischen Walfängern und das nächste Mal 1985 während einer Aktion gegen einen Dünnsäurefrachter in Antwerpen. In einer spektakulären Nacht- und Nebel-Aktion holt Greenpeace das Schiff zurück und lotst es über Kanäle nach Holland.
1992 wird entschieden, das betagte Schiff nur noch für Promotions- und Bildungszwecke in niederländischen Häfen einzusetzen und als schwimmendes Museum zu nutzen. Bis 1998 fährt sie noch einige kleine Touren zur Unterstützung von Kampagnen, heute wird die Sirius vorwiegend als Ausstellungsschiff genutzt.