MV Greenpeace

Seit 1985 fährt die MV Greenpeace für Greenpeace. Für die Antarktis-Expeditionen der folgenden Jahre bekommt das Schiff eine Eisverstärkung des Rumpfes, einen Bordkran und eine moderne Kommunikationsanlage. Außerdem wird sie mit einem Hubscharauberlandeplatz ausgestattet. Obwohl für die Antarktis-Expedition ausgerüstet, kommt die MV Greenpeace erstmals als Ersatzschiff für die versenkte Rainbow Warrior, vor dem Moruroa-Atoll gegen die französischen Atomtests zum Einsatz.

 
Greenpeace-Schiff MV Greenpeace in der Antarktis. Eine Robbe liegt auf einem Felsen.

1986 und 1987 ist die MV Greenpeace im Südpolarmeer unterwegs. Im Januar 1987 startet von Neuseeland aus eine Antarktis- Expedition. Die Crew errichtet die erste nicht-staatliche Antarktis-Station. In den folgenden Jahren ist die MV Greenpeace auf allen Weltmeeren unterwegs, u. a. gegen Treibnetzfischerei im Südatlantik, gegen toxische Einleitungen im Mittelmeer und gegen russische Atommüllverklappung im Japanischen Meer. 1995 fährt die MV Greenpeace erneut zu Protestaktionen gegen die französichen Atombombenversuche auf Moruroa.

Ende Oktober 1998 startet in Buenos Aires (Argentinien) die Südamerika-Etappe der Down-To-Zero-Kampagne gegen Dauergifte und Schwermetalle. Mit dabei ist die MV Greenpeace. Im August 1999 fährt das Schiff zur Fortsetzung der Kampagne in die norwegische Arktis. Anschließend geht es weiter nach Hamburg, wo 50 Aktivisten das Norderwerft Dock mit Sandsäcken versiegeln, um das Auslaufen von TBT zu verhindern. Im November erreicht die MV Greenpeace Kapstadt. Dort wird sie für eine Kampagne gegen den japanischen Walfang in der Antarktis vorbereitet.

Von Hamburg startet sie im Oktober 2000 die nordeuropäische Windenergie-Kampagne für Offshore-Windanlagen. Nach Aktionen in England und Schottland zum Klimaschutz gelangt das Schiff im April 2001 nach Blyth in Northcumberland, wo es den ersten Offshore-Windpark besucht. Die MV Greenpeace fährt von dort weiter in Richtung Tallin (Estland). Dort startet die letzte Etappe der weltweiten Giftkampagne "Down-to-zero", die drei Jahre zuvor in Lateinamerika ihren Anfang nahm. Sie endet am 21. Mai 2001 in Stockholm mit der Konvention zur Beseitigung von POPs. Die Vereinbarung verbietet zwölf der schlimmsten toxischen Schadstoffe.

2001 trennte sich Greenpeace von dem alten Schiff. Heute liegt die MV Greenpeace unter ihrem ursprünglichen Namen Elbe als Museumsschiff im westniederländischen Maassluis.

  • Im Einsatz: 1985 - 2001
  • Baujahr: 1959
  • Schiffstyp: Hochseeschlepper
  • Heimathafen: Rotterdam
  • Länge: 58 m
  • Geschwindigkeit: 13 Knoten
  • Besatzung: 15 (max. 38)

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