1986 baut Greenpeace den hochseetauglichen Fischtrawler innerhalb von nur 14 Tagen zum Aktionsschiff um: Norwegen hatte plötzlich angekündigt, wieder Wale fangen zu wollen. Der Name Moby Dick bezieht sich auf den weltbekannten Pottwal, dessen Art inzwischen überall auf der Welt bedroht ist.

Mit der Moby Dick werden viele Aktionen im Nordostatlantik gegen den norwegischen Walfang gefahren. Außerdem ist das Schiff lange Zeit in der Irischen See unterwegs. Von dort aus laufen viele Aktionen gegen die radioaktive Verseuchung der Irischen See durch die britische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield und gegen die Verklappung von Industriemüll im Meer. Über viele Jahre wird die Moby Dick zu Protestfahrten gegen Atomkraft, Giftmüllverklappung und Treibnetzfischerei in nordeuropäischen Gewässern eingesetzt.
Im Jahr 1995 spielen die Moby Dick und ihre Crew eine wichtige Rolle bei den Protesten gegen die Versenkung der Öl-Plattform Brent Spar der Firma Shell.
1997 ist die Moby Dick für die Waldkampagne unterwegs. Die Moby Dick und die Arctic Sunrise werden zur Unterstützung der Regenwald-Kampagne in British Colombia eingesetzt. Die Crews blockieren mehr als 20 Tage das Abholzungsgebiet. Viele Aktivisten werden festgenommen und die Moby Dick bleibt für den Rest des Sommers in Kanada. Nach elf Jahren Einsatz und zahllosen Aktionen für Greenpeace wird die Moby Dick im September 1997
verkauft.