Beluga

Die Beluga nimmt 1984 ihren Dienst für Greenpeace auf. Sie wird mit einem modernen Bordlabor ausgestattet, um Schadstoffmessungen in Gewässern durchzuführen. Die Beluga wird hauptsächlich in europäischen Flüssen, Flußmündungen und Küstengewässern eingesetzt. Im Juli 1985 startet sie zu ihrer ersten Aktionsfahrt auf dem Rhein. Seitdem war sie auf zahlreichen europäischen Flüssen und Seen, an den Küsten der Nord- und Ostsee, aber auch auf den Großen Seen Nordamerikas und dem Mississippi unterwegs.

Greenpeace Schiff Beluga in der Ostsee.

1995 ist die Beluga auch an den Aktionen gegen die Versenkung der Ölplattform Brent Spar beteiligt. Auf einer Ozonsmog-Tour 1996 nimmt das Schiff an der bundesweiten Jugend-Aktion BISS mit der Forderung nach einem verbesserten Ozongesetz teil. Die Jugendlichen informieren mit dieser Tour über die Gefahren des Atemgiftes. Mit der Beluga werden insgesamt zehn Städte angelaufen. Zum Ende der Tour bekommt die Bundestagsvizepräsidentin in Bonn 90.000 Unterschriften von Kindern und Jugendlichen für ein strengeres Sommersmog-Gesetz übergeben. Im September 1997 nimmt die Beluga Kurs auf die Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague.

1998 kommt die Beluga zum Schutz der Wälder zum Einsatz. Sie läuft die Häfen von Kiel, Warnemünde, Greifswald und Lübeck an, um auf die Kahlschläge in den Regenwäldern Kanadas aufmerksam zu machen. Von dort geht es dann in die Irische See. Greenpeacer nehmen Sediment- und Wasserproben im Bereich der Ableitungsrohre der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafied. Nächste Station ist das Atomkraftwerk Stade, später geht es an die französische Küste wieder zur Wiederaufarbeitungsanlage La Hague.

1999 wird die Beluga auf eine Tour durch die Häfen der Nord- und Ostsee gesandt. Während dieser Fahrt werden Höchstwerte von Tributylzinn (TBT) im Schlick rund um Schiffswerften gemessen. Im Dezember ist das Schiff zurück im Hamburger Hafen. Rund zwei Dutzend Aktivisten erschweren mit ihr die Entladung eines Frachters, von dem genmanipulierter Maiskleber gelöscht werden soll. Greenpeace fordert, den Import gentechnisch veränderter Ware nach Europa zu verbieten. Im Jahr 2000 wird die Beluga erneut in einer Kampagne gegen giftige TBT-Schiffsanstriche eingesetzt. Ende 2000 begleitet die Beluga eine Protestaktion gegen die Einfuhr von Zellstoff aus kanadischem Urwaldholz.

Im März 2001 ist die Beluga in der Kadetrinne in Aktion. Nach der Havarie eines Tankers mit einem Frachter bei dem rund 2.600 Tonnen Öl auslaufen, überwacht Greenpeace vier Wochen lang das Gebiet in der Ostsee. Anschließend startet Greenpeace mit der Beluga eine Informationstour entlang der ostfriesischen Inseln und Sylt. Die Aktivisten informieren dort über die Windenergienutzung auf hoher See.

Im August 2004 kommt der Wachwechsel. Greenpeace nimmt nach fast 20 Jahren Abschied von dem alten Schiff. Eine neue Beluga, die Beluga II, nimmt ihren Dienst auf.

  • Im Einsatz: 1985 bis 2004
  • Baujahr: 1960
  • Schiffstyp: Feuerlöschschiff
  • Heimathafen: Hamburg
  • Länge: 23,7 Meter
  • Geschwindigkeit: 12 Knoten
  • Besatzung: 3 (max. 8) Personen

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