Aus Hamburg stammt Gisela Johannsen. Die 73-Jährige ist seit 1993 bei Greenpeace dabei. Als erfahrene Buchhalterin, die später Organisationsaufgaben übernahm, ist sie Mitbegründerin des Team50plus im Jahre 1994 gewesen.
Warum sie bei Greenpeace mitmacht? - Greenpeace braucht mich. Es ist dieses Gefühl, das mich bei Greenpeace hält. Wir ältere Menschen haben selbst ein paar Umweltsünden begangen und deshalb will ich mich heute für den Umweltschutz engagieren. Wir wollen unseren Enkeln eine intakte Natur hinterlassen. Und meine Kinder und Enkel sind wegen meines Engagements bei Greenpeace stolz auf mich.
Und weshalb machst du bei der GeGENtour mit? - Wir Älteren beurteilen die Gentechnik eher risikoreich als die jüngeren. Für mich ist sie eindeutig eine Gefahr für unsere Umwelt. Niemand weiß, wie die Natur auf genmanipulierte Pflanzen reagiert. Das macht Angst. Wir wollen die Öffentlichkeit informieren. Wir wollen Druck auf die Förderer der Gentechnik ausüben.
Begleitet wird sie von Alois Schepers. Er engagiert sich seit 2003 für Greenpeace, in der Gruppe Dortmund. Der 68-Jährige bringt als Diplom-Ingenieur reichlich Fachwissen mit.
Warum engagierst du dich beim Team50plus? - Ich komme aus einer sehr ländlichen Gegend im Westmünsterland. Wir haben als Kinder immer draußen gespielt. Daher bin ich ein sehr naturverbundener Mensch.
Beruflich habe ich auch mit Umweltfragen zu tun gehabt. In der Müllverarbeitung und - recycling. Jetzt, wo ich mehr Zeit habe, möchte ich mich für die Natur engagieren. Greenpeace war mir schon vorher aufgefallen durch seine handfesten Aktionen. Das wollte ich auch. Aktiv tätig werden, nicht nur reden.
Was reizte dich an der GeGENtour? - "Der Bereich Ernährung interessiert mich von Haus aus. Meine Brüder sind in der Landwirtschaft tätig. Ich hoffe, dass unsere Tour einen verstärkten Impuls in die Öffentlichkeit trägt, sich mit dem Thema Gentechnik zu beschäftigen. Gerade die Milchbranche muss weiter sensibilisiert werden.
Ebenfalls mit von der Partie ist Gertraude Hassel aus Heidelberg. Bei der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar ist sie seit 1998 tätig. In ihrem Berufleben war sie Textileinkäuferin für ein Warenhaus.
"Als es auf meine Pensionierung zu ging, wollte ich mir eine Aufgabe suchen und neue Kontakte zu gleich gesinnten Menschen schaffen
, antwortet die 66-Jährige auf die Frage, wie sie zu Greenpeace gekommen ist. Ich wollte mich aktiv für die Umwelt einsetzen. Wir älteren Menschen haben eine Verantwortung für unsere Enkel und Urenkel.
Warum bist du bei der GeGENtour dabei? - Ich mache mit, weil die Grüne Gentechnik für die Zukunft fatale Folgen haben kann. Die industrialisierte Landwirtschaft ist nicht nur natur-, sondern auch menschenverachtend. Ich will die Menschen aufklären und Bewusstsein schaffen. Die Mobilisierung der Menschen steht für mich im Vordergrund. Wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen. Jeder Verbraucher hat Macht mit Hilfe seines Portmonees. Wir bestimmen den Markt über das, was wir kaufen.
Aus der Greenpeace-Gruppe Hamburg, wo er seit September 2004 mitarbeitet, kommt Hans-Wolf Rust. 30 seiner mittlerweile 64 Lenze hat er als Geschäftsführer für Im- und Export im Groß- und Außenhandel gearbeitet.
Für seine Mitarbeit bei Greenpeace hat Hans-Wolf mehrere Gründe: Für mich stellte sich die Frage: Was mache ich in der Rente? Ich wollte nicht untätig sein. Ich wollte etwas Sinnvolles tun. Zur Umwelt habe ich als passionierter Segler schon seit langer Zeit ein enges Verhältnis. Ich wollte den Großen in Industrie und Politik Paroli bieten. Beim Team Fünfzig Plus gibt es für mich viele Möglichkeiten aktiv zu werden.
Und was waren deine Beweggründe, an der GeGENtour mitzumachen? - Niemand kann sagen, wie sich die Gentechnik in der Zukunft auswirkt. Ich kann nicht zulassen, dass die Landwirtschaft außer Kontrolle gerät. Durch die Tour will ich ein Bewusstsein für die Gefahren der Gentechnik wecken. Einen Anstoß geben, dass sich die Menschen mehr darüber informieren. Im Vordergrund steht für mich das Gespräch. Ich bin auch gern aktiv gegen unsere Gegner, doch ich denke, miteinander sprechen bringt mehr.
Seit 2003 engagiert sich Marjan Geeraerts bei Greenpeace. In der Gruppe Aachen hat sie die Gentechnik-Arbeit wiederbelebt. Ursprünglich stammt die 49-Jährige aus Belgien. Von Beruf ist sie Heilpraktikerin.
Warum machst du bei Greenpeace mit? - Mir geht es um den Zusammenhang zwischen Mensch und Natur. Wir sind von der Natur abhängig. Wir dürfen sie nicht zerstören. Wir müssen uns in die Natur integrieren.
Wir wissen nicht, welche Folgen die Gentechnik in der Nahrung für unseren Körper hat
, erklärt Marjan zu den Gründen für ihre Teilnahme an der GeGENtour. Ich will die Menschen auf die Gefahren aufmerksam machen. Ein Bewusstsein schaffen, auch selbst für sich Verantwortung zu übernehmen. Denn die meisten Menschen geben diese Verantwortung zu gern ab.
Aus Marburg kommt der 67-jährige Uwe Barnstedt. Der ehemals als Ingenieur für Vermessungstechnik tätige, engagiert sich seit 1998 in der Greenpeace-Gruppe in seiner Heimatstadt.
Wie bist du zum Team50plus gekommen? - Schon vor der Rente war ich Fördermitglied bei Greenpeace. Als ich dann mehr Zeit hatte, wollte ich mich aktiv engagieren. Mir geht es darum, meine Mitbürger zu informieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen einem als älteren Menschen eher zuhören.
Warum hast du dich für die GeGENtour entschieden? - Die Grüne Gentechnik finde ich deshalb so gefährlich, weil sie unberechenbar ist. Wenn man sie einmal frei gelassen hat, ist das nicht mehr rückholbar. Sie ist nur ein Geschäft der großen Konzerne. Auch bei den Bauern geht die Stimmung gegen Gentechnik. Wir müssen die Artenvielfalt erhalten, das finde ich ganz wichtig.
Ruth Piotrowski arbeitete früher als Diplom-Pädagogin in der Erwachsenenbildung und -beratung. Sie kommt aus Dortmund. wo die 69-Jährige in der Greenpeace-Gruppe mitarbeitet.
Ruth kam 1997 zu Greenpeace. Ich war pensioniert und suchte eine sinnvolle Tätigkeit. Eine kleine Notiz in der Zeitung macht mich darauf aufmerksam, dass Greenpeace ein Team50plus in Dortmund aufbaut. Greenpeace ist für mich richtig: ich will gemeinsam mit anderen kämpfen und mich engagieren. Ich will wirklich etwas erreichen. Verlässlichkeit, Kontinuität, Seriosität - das heißt für mich Greenpeace.
Und was reizt dich an der GeGENtour? - Zum Thema Gentechnik bin ich über meine eigene Ernährung gekommen. Natürliche Ernährung ist für mich sehr wichtig. Ich will nicht, dass aus Profitgründen in unserem Essen herum gepfuscht wird. Diese Tour ist für mich ein Einstieg in eine Oldie-Aktionsgruppe. Ich möchte mit Gleichgesinnten etwas Gutes tun und dabei Spaß haben. Dicke Bretter müssen gebohrt werden. Für mich sind Protestaktionen und Aufklärung wichtig.
Auf Tour geht auch Joachim Paap aus Hamburg. Der 61-Jährige ist Sachbearbeiter und seit 1999 bei der Greenpeace-Gruppe in der Hansestadt.
Die Grüne Gentechnik pfuscht der Natur ins Handwerk und wie sich das langfristig auswirkt, weiß niemand
, nennt Joachim als einen seiner Beweggründe, an der GeGENtour teilzunehmen. Ich habe das Gefühl, der Mensch wird hier als Versuchskaninchen missbraucht. Auf der GeGENtour möchte ich auf diese Gefahren hinweisen. Ich fordere eine Kennzeichnungspflicht für tierische Produkte, damit der Verbraucher auch hier die Wahl hat. Die Milchindustrie soll kein genmanipuliertes Tierfutter mehr verwenden.
Ebenfalls aus Hamburg reist Wolfang Mix gegen Gentechnik im Essen durch Deutschland. Der Kulturwissenschaftler engagiert sich seit 2003 bei der Gruppe Hamburg.
Was den 52-Jährigen auf Touren bringt? - Gentechnik ist ein wichtiges Thema. Eine enorme Risikotechnik, für die kein Nutzen nachweisbar ist. Die Menschen sollen lieber die Hände davon lassen. Gegen Gentechnik müssen wir jetzt aktiv werden, so lange sie noch zu stoppen ist. Mit dieser Tour möchte ich dazu beitragen, dass genmanipulierte Produkte vom Markt verschwinden.