
4. September, Dresden:
Deutschlands Autokonzerne sollen endlich leichtere Modelle bauen, die weniger Sprit verbrauchen und CO2 ausstoßen. Vor der Dresdner Frauenkirche demonstrieren Greenpeacer gegen die klimaschädliche Firmenpolitik der Daimler AG mit einem Plakat Abspecken fürs Klima!
und einem Klimaschwein. Mit einem Topf rosa Farbe und weiteren Schweine-Merkmalen wird ein Geländewagen der Mercedes M-Klasse entsprechend verkleidet.

5. September, Berlin:
Auch Elektro-Autos können Schaden anrichten. Als in einem Berliner Hotel im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel die Kooperation von Daimler mit RWE vorgestellt wird, klärt Greenpeace auf: Smart + Kohlestrom von RWE = Klimaschwein
. Dazu haben die Greenpeacer einen zum Schweinchen umdekorierten Smart in einem Haufen Kohle abgestellt. Wird der neue Elektro-Smart mit Strom der RWE aufgeladen, nützt es wenig, dass er keine Abgase fabriziert. Denn RWE arbeitet hauptsächlich mit klimaschädlicher Kohlekraft. Nach Berechnungen von Greenpeace wird ein mit RWE-Strom aufgeladener E-Smart sogar mehr CO2 produzieren als ein mit Diesel betankter Smart.

23. September, Hamburg:
Der neue Fischratgeber wird der Presse vorgestellt. Fisch - beliebt, aber bedroht lautet der Titel des Hefts. Es enthält Informationen zur aktuellen Krisenlage der Meere und der Fischerei, etwa zu zerstörerischen Fangmethoden und Überfischung, aber auch zu Schadstoffbelastungen im Fischfleisch. Das Herzstück des Ratgebers ist die Fischliste mit über 40 Fischarten, die den Verbrauchern erklärt, welche Fischarten sie noch unbedenklich kaufen und essen können und welche nicht. Dabei spielen Kriterien wie nachhaltige oder nicht-nachhaltige Befischung eine Rolle. Blau gekennzeichnet sind Fischarten, die nachhaltig gefangen sind, rot markierte Arten werden nicht nachhaltig befischt, sind bereits überfischt oder stehen gar kurz vor der Ausrottung.

30. September, Hamburg:
Kein guter Auftakt der ersten schwarz-grünen Regierungskoalition Deutschlands in Hamburg: Die Umweltbehörde der Hansestadt genehmigt unter der Leitung der Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL, Grün-Alternative Liste) den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks Moorburg. Die Antwort von Greenpeace erfolgt prompt: Vattenfall verheizt das Klima
projizieren Aktivisten in großen Lettern auf die Fassade der Konzernzentrale. Das JA zur veralteten, ineffizienten Kohlekraft wird es Hamburg schwer machen, seine hoch gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen. Greenpeace fordert mit der Aktion ein Ende der klimaschädlichen Kohle und den Einstieg in eine zukunftsweisende Energieversorgung.

4. Oktober, Hannover:
Greenpeace-JAGs (Jugendaktionsgruppen) aus ganz Deutschland versammeln sich in der Innenstadt von Hannover zum Herbststurm. Rund 200 junge Umweltschützer protestieren zum Thema Klimawandel mit fantasievoll gestalteten Mitteln unter anderem gegen klimaschädliche Autos. Nach dem Motto Die Welt mit Füßen treten
fahren sie mit Bobby-Cars über eine Weltkarte. Eine aufgepustete kranke Weltkugel wird in ein Krankenhausbett gelegt, das Fieberthermometer zeigt erhöhte Temperatur an. In den U-Bahn-Tunneln spielen mit Frack, Zylinder und Schnabel ausstaffierte Jugendliche obdachlose Pinguine. Sie halten Pappschilder hoch: Suche Scholle, 100 Euro kalt
.

13. Oktober, Potsdam:
Greenpeace unterstützt ein Volksbegehren im Land Brandenburg mit dem Ziel: Keine neuen Tagebaue - Für eine zukunftsfähige Energiepolitik
. Vom 10. Oktober bis zum 9. Februar ist Zeit, die notwendigen 80.000 Unterschriften gegen weitere drohende Braunkohletagebaue in der Region zu sammeln und im Landtag vorzulegen. Vor der Staatskanzlei von Ministerpräsident Platzeck in Potsdam mahnt Greenpeace: Braunkohle zerstört unsere Zukunft!
Aktivisten verteilen Flugblätter und informieren die Bürger über das Volksbegehren und über Braunkohle, den klimaschädlichsten Energieträger überhaupt.