
7. bis 10. Mai: Greenpeace-Jugendliche aus ganz Deutschland machen sich in Berlin für den Klimaschutz stark: Für vierTage richten sie direkt am Reichstag ein Klimaschutz-Camp ein. Unter einer 2,5 Meter großen Erdkugel mit Rettungsring befragen sie Politiker dazu, was sie konkret für den Klimaschutz tun. Das Klima-Camp wird mit einem Empfang auf dem Greenpeace-Schiff Beluga II eröffnet. Die Politiker erleben ein Piratenspektakel, mit dem sie in die Zukunft entführt werden. Dort sollen sie die Erde vor dem Klimachaos retten. Zwischen den Masten hissen die Jugendlichen ein Banner mit ihrer Forderung: Es geht um unsere Zukunft: Klimaschutz jetzt!

21. Mai: Mit 17 toten Walen demonstriert Greenpeace vor dem Brandenburger Tor in Berlin für den weltweiten Schutz der Meeressäuger. Die auf einem 25 Meter langen Podest präsentierten Tiere sind in den vorhergehenden Monaten tot an europäischen Stränden angeschwemmt und von Greenpeace geborgen worden. Unter ihnen: ein Pilotwal, ein Schnabelwal, ein Weißseitendelfin, gemeine Delfine und Schweinswale. Einige Tiere zeigen deutliche Spuren von Fischernetzen , in denen sie ertrunken sind, andere haben Verletzungen durch Schiffsschrauben. Jedes Jahr sterben Hunderttausende Wale in Fischernetzen, verenden durch Umweltgifte und Unterwasserlärm. Greenpeace fordert von der Bundesregierung, eine Vorreiterrolle beim Schutz der Wale einzunehmen und sich auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Anchorage/Alaska für einen umfassenden Schutz aller Wale einzusetzen.

31. Mai: Eine Arche für den Klimaschutz: Das von der Völkergemeinschaft anerkannte Recht auf Leben und Gesundheit ist durch die Klimazerstörung in Gefahr. Deshalb fordert Greenpeace in einer Zeremomie am Berg Ararat in der Südost-Türkei die Politiker auf, das Recht der Menschen auf eine Welt ohne Klimazerstörung durchzusetzen. In der Zeremonie fordert Greenpeace gemeinsam mit Vertretern der Weltreligionen Islam, Christentum und Judentum sowie türkischen Prominenten alle Nationen dieser Welt auf, Klimaschutz endlich konsequent umzusetzen. 192 Tauben - eine für jedes Land dieser Erde - sollen die Botschaft symbolisch in in die ganze Welt hinaustragen. Greenpeacer hatten in den letzten Wochen in 2.500 Meter auf dem Ararat eine zehn Meter lange Arche aus Pinienholz gebaut. Die Schutzhütte für Bergsteiger soll als Zeichen der Hoffnung und der Mahnung dienen.
Juni

7. Juni: Der Greenpeace-Aufruf an die Regierungschefs kommt in Heiligendamm vom Wasser aus: Mit Schlauchbooten laufen Greenpeacer von Osten und Westen in das von der Polizei streng bewachte Große Seegebiet ein. Auf Fahnen und Flaggen fordern die Aktivisten die dort versammelten Regierungschefs zum Handeln auf: G8 - Act now
. Sie wollen eine Petition überreichen, die die G8-Staaten unter Führung von Angela Merkel drängt, verbindliche Reduktionen ihrer Treibhausgas-Emissionen zu beschließen. Die Greenpeace-Flottille wird beim Einlaufen von Booten der Küstenwache begleitet. Ein Schlauchboot und eines der Sechs-Meter-Boote wird von einem Polizeiboot überfahren. Drei Aktivisten werden verletzt.

21. Juni: Greenpeace-Aktivisten markieren einen illegalen Gen-Mais-Acker in Brandenburg und stellen Strafanzeige gegen den Landwirt. Er hatte Gen-Mais ausgesät ohne bei den Behörden die Standorte zu melden. Damit verstößt er gegen das Gentechnikgesetz. Greenpeace fordert ihn auf, die genmanipulierten Pflanzen unverzüglich unterzupflügen. Laut Risikobewertung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz und Landwirtschaft besteht bei dem angebauten Gen-Mais MON810 ein berechtigter Grund zu der Annahme, dass dieser eine Gefahr für die Umwelt darstellt.
Der aufgedeckte Gen-Acker ist kein Einzelfall. Nur wenige Kilometer entfernt wächst Gen-Mais im Naturschutzgebiet Ruhlsdorfer Bruch, wo gefährdete Schmetterlingsarten leben. Deswegen richtet sich der Protest gleichzeitig gegen Landwirtschaftsminister Seehofer: Statt dafür zu sorgen, dass die Gesetze eingehalten und kontrolliert werden, will der Minister das Gentechnikgesetz verschlechtern und die Transparenz des Anbaus drastisch einschränken.

30. Juni: Mit einer Projektion am Atomkraftwerk in Krümmel wendet sich Greenpeace an die Bundeskanzlerin: Frau Merkel: Wir brauchen keine gefährliche Atomkraft!
ist auf dem Reaktorgebäude zu lesen. Als Reaktion auf die Unfälle in den Vattenfall-Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel fordern die Umweltschützer die Bundeskanzlerin auf, den Ausstieg aus der Atomenergie zu akzeptieren und den Klimaschutz mit Energiesparmaßnahmen und dem Ausbau von Erneuerbaren Energien umzusetzen. Mit der Studie Plan B hatte Greenpeace aufgezeigt, dass die zukünftige Energieversorgung in Deutschland auch umweltfreundlich und sicher gestaltet werden kann. Stattdessen ist Deutschlands Stromversorgung immer noch von der gefährlichen Atomkraft und klimaschädlicher Kohle abhängig. Weder Kohle- noch Atomkraftwerke sind jedoch zukunftsfähig.