
Pestizidpokale für Tengelmann, REWE und Edeka
6. März: Pestizid-Pokale an Supermarktketten: Greenpeace-Aktivisten überreichen den Unternehmensleitungen der Handelsketten Tengelmann, REWE und Edeka Pestizid-Preise für den Verkauf von gesundheitsgefährdendem Obst und Gemüse. Drei mannshohe Pokale mit der Aufschrift
Maximale Pestizidbelastung 2007
erwarten die Repräsentanten der drei Supermarktketten am Eingang zum Unternehmertag Lebensmittel in Köln. Die drei Vollsortimentketten hatten bei den Pestiziduntersuchungen für den zweiten Greenpeace-Supermarktvergleich am schlechtesten abgeschnitten.

Klimaschutzforderung in acht Sprachen
16. März: Die G8-Umweltminister tagen in Potsdam. Vor dem Schloss Cecilienhof kreuzt Greenpeace mit dem Schiff Beluga II und fordert: G8: Stop Talking - act now
(G8: Schluss mit Reden - handelt jetzt). Acht Schwimmer halten im Wasser die Forderung in der jeweiligen Landessprache der teilnehmenden Länder hoch. Einige andere gehen an Land und überreichen den Umweltministern eine Petition. Darin werden die G8-Staaten aufgefordert, auf dem Gipfel in Heiligendamm konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz zu beschließen.
Entgegen vieler Bekundungen der Politiker steigt der weltweite Ausstoß an Treibhausgasen weiter, am stärksten im Energiesektor. Ein Viertel der Emissionen stammt aus Waldzerstörung. Spitzenreiter ist Kanada mit einem 30 Prozent größeren Treibhausgasausstoß als 1990, gefolgt von den USA (15,7 Prozent mehr), Italien (12,3 Prozent mehr) und Japan (7,7 Prozent mehr). Eine Ausnahme ist Großbritannien: Als einziges Land entlässt es 15 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 in die Atmosphäre. Erreicht wurde das vor allem durch die Umstellung der Kohlekraftwerke auf Gas.

Patent auf Politiker
29. März: Greenpeace meldet ein Patent auf europäische Politiker an, um die absurden Möglichkeiten des gültigen Patentrechtes aufzuzeigen. Als Krankenschwestern gekleidete Aktivisten bitten die Teilnehmer der EU-Konferenz zum Patentrecht in Berlin um Speichel- und Haarproben. Die Aktivisten fordern von den Politikern, Patente auf Lebewesen, Pflanzen und Gene zu verbieten. Die Beschreibung der natürlichen Erbanlagen reicht inzwischen auch aus, um ganze Pflanzen und Tiere als Erfindung zu beanspruchen. Das EPA hat zudem bereits über 1000 Patente auf menschliche Gene erteilt.
Die Patentanmeldung auf Politiker ist Teil einer globalen Kampagne gegen Patente auf Saatgut und Tiere. Die Kampagne wird von einem Bündnis aus Greenpeace, Misereor, internationalen Bauernverbänden und zahlreichen anderen Organisationen getragen.