
10. Januar: Vor dem Kanzleramt in Berlin protestiert Greenpeace gegen den japanischen Walfang. Unterdessen empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel Japans Premierminister Shinzo Abe zu politischen Gesprächen. Mit Transparenten fordern die Aktivisten den sofortigen Stopp des japanischen Walfangs im antarktischen Walschutzgebiet. Auch 2007 wollen die Walfänger im Südpolarmeer circa tausend Minke- und Finnwale töten. Sie ignorieren das von der Internationalen Walfangkommission 1982 beschlossene internationale Walfangverbot und betreiben offiziell Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken
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Stürmischer Protest auf Sylt
18. Januar: Nordseeküste: Mitten im Sturm machen Greenpeace-Aktivisten auf die völlig unzureichenden Klimaschutzbemühungen der Bundesregierung aufmerksam. Sylt stirbt zuerst - Klimaschutz jetzt!
steht auf dem Banner, das sie in den Wellen vor dem Roten Kliff hissen. Die Insel ist für die Umweltschützer das beste Beispiel: Die Klimazerstörung fordert erste Opfer, und die Politik schaut tatenlos zu. Deswegen füllen Greenpeacer Sand in Flaschen und übergeben sie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Umweltminister Sigmar Gabriel und Wirtschaftsminister Michael Glos als Erinnerung an die Bedrohung durch den Klimawandel. Die ungewöhnlich heftigen, andauernden Stürme, die Sylt und andere Nordseeinseln bedrohen, sind eine Folge der Erderwärmung.

Mahnung vom Eiffelturm
29. Januar: Klimaschutz duldet keinen Aufschub. Greenpeacer mahnen mit Bannern am Eiffelturm: Below two degrees - It's not too late
(Unter zwei Grad - Es ist noch nicht zu spät). Mit der Aktion fordert Greenpeace die Regierungen der Welt zum Handeln auf. Der Anlass: Anfang Februar präsentieren die Vereinten Nationen in Paris den Klima-Sachstandsbericht. Nur wenn wir die Treibhausgase sofort massiv reduzieren, kann der weltweite Temperaturanstieg unter zwei Grad gehalten werden. Bis zu dieser Grenze halten die Wissenschaftler den Klimawandel noch für erträglich für die Menschheit.
Februar

15. Februar: Nach Ausbruch eines Feuers auf dem japanischen Walfangschiff Nisshin Maru im Südpolarmeer eilt das Greenpeace Schiff Esperanza zum Unfallort. Die Esperanza hat in der Nacht einen Notruf des Havaristen aufgefangen und sofort Hilfe angeboten. Diese wird jedoch abgelehnt. Der Brand an Bord der Nisshin Maru ist im Fabrikbereich ausgebrochen und hat mittlerweile auf den Maschinenraum übergegriffen. Bis auf eine Löschmannschaft verlassen rund 130 Besatzungsmitglieder das Schiff. Die Walfangsaison wird vorzeitig beendet.
Supermärkte im Pestizidvergleich
24. Februar: In 48 Städten protestiert Greenpeace vor Supermärkten gegen die Pestizidbelastung von Obst und Gemüse. REWE, Tengelmann und Edeka hatten im neuesten Supermarktvergleich der Umweltschutzorganisation am schlechtesten abgeschnitten. Deswegen informieren Aktivisten vor deren Filialen die Verbraucher und warnen vor stark mit giftigen Pestiziden belastetem Obst und Gemüse.

Die Ergebnisse des Supermarktvergleichs veröffentlicht Greenpeace in dem Einkaufsratgeber Essen ohne Pestizide. Kein Angebot der getesteten Supermarktketten kann mit seinem Obst- und Gemüseangebot wirklich befriedigen. Die Unterschiede sind jedoch beachtlich: Im Vergleich schneiden die Discounter Lidl und Aldi am besten ab. Die neue Untersuchung belegt, dass die Handelsketten sehr schnell auf bessere Ware umstellen können, wenn sie dies wollen. Lidl und Aldi haben nach dem ersten Greenpeace-Test im Jahr 2005 viel unternommen, um die Belastung mit Pestiziden zu verringern und hängen jetzt die Konkurrenz ab.