
Schwimmender Eisberg im Hamburger Hafen
9. September: Nach 600 Kilometern Fahrt in 22 Tagen erreicht das Klima-Informationsschiff den Hamburger Hafen. Eine schwimmende, fünf Meter hohe Eisberg-Attrappe soll die Aufmerksamkeit auf den Klimawandel lenken.
Die Erderwärmung führt dazu, dass Gletscher schmelzen und extreme Wetterlagen zunehmen. Besonders betroffen sind in Deutschland die Elb-Anwohner. Klimaschutz statt Sandsäcke
heißt die Lösung. Greenpeace verlangt, den Ausstoß des treibhauswirksamen Kohlendioxid drastisch zu senken. Der Hamburger Senat soll bei der Stromversorgung in seinen Einrichtungen auf einen kohle- und atomstromfreien Anbieter umstellen.

Greenpeace entdeckt illegalen Gen-Reis bei Aldi
11. September: Greenpeace deckt auf: Der bei Aldi Nord angebotene Langkornreis der Marke Bon-Ri enthält illegalen, genmanipulierten Reis. Die von Greenpeace in Auftrag gegebenen Laboranalysen ergeben eine Verunreinigung mit dem Gen-Reis Liberty Link (LL) der Bayer AG. Dieser ist nicht für den menschlichen Verzehr zugelassen und nicht abschließend auf die Gefahren für Mensch und Umwelt getestet. Aldi Nord nimmt den Reis nach Bekanntwerden der Nachricht aus den Regalen. Für Greenpeace zeigt dieser Fall, dass die Gentechnik auf dem Acker ein unkontrollierbares Risiko darstellt. Der Anbau von Gen-Pflanzen muss verboten werden.

Kinder engagieren sich für den Schutz der Meere
17. September: Rund 50 Kinder aus Norddeutschland engagieren sich auf einem Sealife-Aktionstag am Timmendorfer Strand für den Schutz der Meere. Sie informieren an der Ostsee über die Bedrohungen der Weltmeere und sammeln Meeresschützer. Mit diesen Aktivitäten starten sie bundesweit die Aktionswoche SOS-Weltmeere und unterstützen damit die 15-monatige Greenpeace-Expedition SOS-Weltmeer der beiden Schiffe Esperanza und Arctic Sunrise. Es ist die längste Schiffstour, die Greenpeace jemals unternommen hat. Die jungen Umweltschützer fordern ein weltweites Netzwerk von Meeresschutzgebieten.

Biblis endgültig abschalten
22. September: In den frühen Morgenstunden projizieren Greenpeacer ihre Forderung auf das Atomkraftwerk Biblis: Endgültig abschalten
. Die Aktion ist eine Antwort auf die Ankündigung des Betreibers RWE, Biblis länger als geplant am Netz zu lassen. Eigentlich müsste einer der störanfälligsten Atommeiler Deutschlands 2008 stillgelegt werden. Jetzt will der Energiekonzern Strommengen anderer Atomkraftwerke auf Biblis übertragen lassen. Greenpeace ist der Auffasung: Biblis weist so viele Mängel auf, dass es ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt. Es muss sofort abgeschaltet werden!

Prominente lassen ihr Blut auf Chemikalien testen
2. Oktober: Die Schriftstellerin Karen Duve, die Schauspieler Peter Lohmeyer und Ralph Herforth sowie die Greenpeace-Geschäftsführerin Brigitte Behrens lassen sich Blut abnehmen, um es im Labor auf 55 gefährliche Chemikalien untersuchen zu lassen. Die Testpersonen haben im Schnitt 16 dieser gesundheitsgefährdenden Stoffe im Blut, darunter bromierte Flammschutzmittel, Phtalate und andere Dauergifte. Die Prominenten fordern mit ihrem Engagement von den europäischen Politikern, ein Chemikaliengesetz auf den Weg zu bringen, das Mensch und Umwelt wirksam vor den Risikostoffen schützt.

Plastikmüll bedroht Seevögel
26. Oktober: Aktivisten zeigen am Kölner Dom tote Seevögel, um auf die dramatische Meeresverschmutzung aufmerksam zu machen. Mehr als eine Million Seevögel und rund 100.000 Meeressäugetiere gehen in den Weltmeeren jährlich an den Überresten von Plastikmüll zugrunde. Die Tiere fressen das Plastik, ersticken oder verhungern, weil ihre Mägen verstopft sind. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft den Schutz der Meere voranzubringen und die Vermüllung zu stoppen.