
Chemikalien schaden der Fortpflanzung
4. Mai: Mit der Forderung Meine Milch soll sauber sein
protestiert Greenpeace, unterstützt von stillenden Müttern, auf der BASF-Hauptversammlung gegen die Belastung von Muttermilch mit gefährlichen Chemikalien. Der weltgrößte Chemiekonzern ist einer der führenden Hersteller gesundheitsschädlicher Phtalate (Weichmacher), die in vielen Alltagsprodukten zu finden sind.
Wie eine von Greenpeace herausgegebene Studie belegt, schädigen die Weichmacher die Fortpflanzung. Daher muss BASF die Produktion stoppen und auf umweltschonende Alternativen umsteigen.

Proteste gegen Tiefseefischerei
15. Mai: Mit einem 70 Meter breiten, 15 Meter hohen und 40 Meter tiefen Grundschleppnetz illustriert Greenpeace in Brüssel die Zerstörung der Tiefsee. Adressat des Anschauungsunterrichts ist die Arbeitsgruppe des EU-Rates, die heute das Thema Hochsee-Grundschleppnetzfischerei berät. Aktivisten übergeben 65.000 Unterschriften, in denen ein Moratorim dieser zerstörerischen Fischerei gefordert wird. In der Tiefsee gibt es eine Artenvielfalt, die der des Regenwalds vergleichbar ist. Die Grundschleppnetz-Fischerei ist die größte Bedrohung für dieses Ökosystem.

Amazonien brennt für unser Essen
28. Mai: 300 Aktivisten umhüllen in Frankfurt 2000 Bäume mit Postern, die ein Flammenmotiv zeigen. Die gleiche Aktion findet in weiteren zehn Ländern statt, darunter Brasilien, USA, Australien und Spanien. Mit der Kampagne Amazonien brennt für unser Essen informieren die Umweltschützer über die dramatische Zerstörung des Amazonas-Urwalds für den Soja-Anbau. Schon jetzt mussten 1,2 Millionen Hektar mit Jahrhunderte altem Baumbestand weichen, um Platz für Felder zu schaffen. Das im Amazonas angebaute Soja wird als Futtermittel nach Europa transportiert.

RWE muss das Klima schützen
13. Juni: Mit einer nächtlichen Projektion auf das RWE-Kohlekraftwerk Neurath weist Greenpeace auf die katastrophalen Folgen der Kohlendioxid-Emissionen hin, welche die Anlage Tag für Tag in die Luft schleudert. CO2 ist das Treibhausgas Nummer eins. Mit dem Betrieb von Braunkohlekraftwerken zementiert RWE eine Energieversorgung auf der Basis fossiler Energieträger, die das Klima weiter anheizen wird. Greenpeace fordert von dem Konzern, endlich in Erneuerbare Energien zu investieren und das Klima zu schützen.

Mode ohne Chemie
19. Juni: 16 spanische Modedesigner zeigen auf einer Fashion-Show in Madrid chice Mode, die sie ohne giftige Chemikalien hergestellt haben. Die Kollektionen sind exklusiv für Greenpeace entworfen worden. Die Präsentation ist gleichzeitig ein Aufruf an die Parlamentarier in Brüssel, die über das europäische Chemikalienrecht verhandeln. Ob Bluejeans, T-Shirts oder Seidenblusen - in Kleidung wimmelt es von Chemikalien. Die Belastung kann zu akuten Beschwerden führen und langfristig sogar Krebs und Unfruchtbarkeit auslösen. Greenpeace zeigt mit dieser Aktion, dass gefährliche Chemikalien ersetzt werden können, ohne auf Qualität und Design zu verzichten.