
Kinder fordern Schutz der Urwälder
1. März: 40 Kinder für den Urwald (Kids for Forests) besuchen Staatssekretär Matthias Machnig im Bundesumweltministerium, um sich für den Schutz der letzten Urwälder einzusetzen. Sie fordern die Bundesregierung auf, sich auf der bevorstehenden Artenschutzkonferenz der Vereinten Nationen in Brasilien für die Ausweisung von Schutzgebieten stark zu machen.
In den vergangenen Wochen haben die Kids for Forests weltweit auf großen Transparenten Unterschriften für den Schutz der Urwälder gesammelt. Rund 30 Jugendliche werden als Botschafter nach Brasilien reisen, um diese Banner zu zeigen und ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

Piratenfischern das Handwerk legen
11. März: Mit Schlauchbooten und einer Kette aus Tonnen versuchen Aktivisten im Rostocker Hafen, das Auslaufen eines Piratenschiffs zu verhindern. Wie Recherchen der Umweltschützer ergeben, haben in Rostock fünf Fischtrawler überwintert, die jahrelang illegal und unter Umgehung internationaler Abkommen gefischt haben. Jetzt wollen sie auslaufen, um weitere Beutezüge zu unternehmen. Greenpeace macht so auf die Piratenfischerei aufmerksam, die vor allem den Fischern vor den Küsten von Entwicklungsländern schadet. Die Behörden müssen diesen Fischern endlich das Handwerk legen.

Nachhilfe für McDonald´s in Sachen Urwaldschutz
6. April: Nicht nur die Rinderzucht im Urwald, sondern auch der Anbau von Soja, das als Futtermittel für Rinder und Schweine dient, zerstört den Regenwald. Auf diesen Zusammenhang macht Greenpeace mit einer Aktion vor der europäischen Umwelt-Abteilung von McDonald´s aufmerksam.
Aktivisten eröffnen dort ein Schulungscenter, in dem sie die Mitarbeiter über die Zerstörung des Amazonas informieren. Ein erster Erfolg stellt sich im Juli ein: Weltweit führende Agrarfirmen und Soja-Händler einigen sich auf ein Moratorium. Sie wollen zwei Jahre kein Soja mehr aus dem Amazonas-Regenwald beziehen.

Ausstellung zur Katastrophe von Tschernobyl
26. April: Anlässlich des 20. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl eröffnet Greenpeace eine Foto-Ausstellung. Unter dem Titel Verstrahlt - verdrängt - vergessen werden 80 Schwarz-Weiß-Fotos von Robert Knoth gezeigt. Es sind erschütternde Aufnahmen von Opfern des Super-GAUs aus Russland, der Ukraine und Kasachstan, die unter Missbildungen, Krebs und anderen Krankheiten leiden.
Einen Tag zuvor hatte Greenpeace mit einer 30-stündigen Mahnwache in Berlin an die Katastrophe erinnert und den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft gefordert.