
Greenpeace fordert von Bush Abrüstung
11. Juli: Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen anlässlich des Besuchs von George W. Bush gelingt es Aktivisten, an sechs Stellen in Stralsund gegen die Kriegspolitik der USA zu protestieren. Kletterer bringen unter der Kirchenuhr der Nikolaikirche mitten in der Stadt ein Transparent an. Außerdem hängen sie an einer Brücke ein Banner auf. Greenpeace fordert die amerikanische Regierung auf abzurüsten, insbesondere im Bereich der atomaren Waffen, und den Krieg als Mittel der Politik zu ächten. Bush solle aufhören, die Verbreitung von Atomwaffen zu fördern.

Gift in Genmais
28. Juli: In weißen Schutzanzügen mit der Aufschrift Gen-Kontrolle
nehmen Aktivisten Proben auf einem Feld mit gentechnisch verändertem Mais. Der in der Nähe von Borken angebaute Genmais der Firma Monsanto enthält ein Gift, das nicht nur Schädlinge, sondern auch Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten töten kann. Greenpeace prangert an, dass es kaum unabhängige Forschung zu den Gefahren der Gen-Pflanzen gibt. Die Firmen, die Geschäfte mit Genmais machen, verweigern häufig sogar, das für die Forschung notwendige Probematerial herauszugeben. Deshalb bedient sich Greenpeace selbst und nimmt Proben, die zu Analysen nötig sind.

Genmais muss entsorgt werden
9. August: 15 Aktivisten ernten auf einem Acker in Wölsickendorf genmanipulierten Mais. Die Agrargenossenschaft Höhe e.G. beliefert von hier aus den Molkereikonzern Campina/Landliebe. Die von den Umweltschützern geernteten Gen-Pflanzen werden in Mülltonnen sowie überdimensionale Landliebe-Milchflaschen und Campina-Joghurtbecher gefüllt und an die Konzernzentrale geschickt.
Greenpeace fordert den Konzern auf, beim Tierfutter auf Gen-Pflanzen zu verzichten, da die Mehrheit der Verbraucher Gen-Nahrung ablehnt. Der Genmais ist eine Gefahr für die Umwelt und muss entsorgt werden.