
Spektakuläre Aktionen gegen Walfang
17. Januar: Greenpeace informiert am Brandenburger Tor über seine Aktionen gegen die japanische Waljagd im Südpolarmeer. Die Greenpeace-Schiffe Esperanza und Arctic Sunsrise sind ab Dezember 2005 in die antarktischen Gewässer unterwegs. Denn japanische Walfänger wollen dort 953 Zwergwale angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken töten. Die Videoaufnahmen in Berlin zeigen, wie sich die Schlauchboote zwischen Harpune und Wale manövrieren, um den Abschuss der Meeresgiganten zu verhindern. Unter den Aktivisten ist auch die Deutsche Regine Frerichs.

Ungewöhnlicher Schwertransport
18. Januar: Aktivisiten bergen in Rostock einen Finnwal, der in der Ostsee verendet war. Das 17 Meter lange und fast 20 Tonnen schwere Tier soll von Meeresbiologen untersucht werden. Vorher bringen die Umweltschützer den Wal per Schwertransport aber vor die japanische Botschaft nach Berlin, um gegen deren Walfang zu protestieren. Die Aktion löst in ganz Deutschland Betroffenheit aus. Viele Berliner kommen an die Botschaft, um den Wal zu bestaunen. Greenpeace unterstützt mit dieser Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland auch seine Mitstreiter im Südpolarmeer, die ihr Leben einsetzen, um Wale zu retten.

Meilenstein: Kanadischer Urwald unter Schutz gestellt
7. Feburar: Die Zentralregierung des kanadischen Bundesstaates British Columbia stellt 1,8 Millionen Hektar des Great Bear-Urwaldes an der Westküste langfristig unter Schutz. Im restlichen Gebiet soll bis 2009 die ökologische Waldnutzung eingeführt werden. Der Urwald an der kanadischen Westküste ist der letzte große temperierte Regenwald der Erde mit Bäumen, die über 1000 Jahre alt sind.
Dies ist einer der größten Erfolge in der Geschichte von Greenpeace. Die Umweltorganisation setzt sich seit 1997 für diesen Urwald ein, hat ab 2001 auch an dem jetzt vorgelegten Schutzkonzept mitgewirkt.

Mess- und Informationstour zu Feinstaub
15. Feburar: Zum Auftakt einer bundesweiten Informationstour messen Greenpeacer Feinstaubkonzentrationen vor dem Roten Rathaus in Berlin. Zur Illustration der Forderung Fahrverbot für Dieselschweine
haben sie ein rosa Auto mit einer überdimensionalen Schweinenase mitgebracht.
Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation sterben in Deutschland jährlich 75.000 Menschen an Folgen der Feinstaub-Belastung. Hauptverursacher sind Diesel-Autos. Greenpeace drängt daher die Bundesregierung, ein Gesetz zu erlassen, wonach alle Dieselfahrzeuge mit Dieselrußfilter ausgestattet werden müssen.

Piratenfischern auf der Spur
Februar: Im Zuge der SOS Weltmeer-Tour zu den ozeanischen Krisenregionen spürt das Schiff Esperanza in Gewässern Westafrikas Piratenfischer auf. 60 Seemeilen vor der Küste Guineas entdecken Greenpeacer einen Friedhof mit verrosteten, chinesischen Fischereischiffen. Auf den Wracks leben sogar noch Seemänner, die trotz überfischter Weltmeere noch illegal Beute machen - ohne Quote und von keiner Statistik erfasst. Der Fisch wird über die Kanarischen Inseln nach Westeuropa gebracht. Greenpeace prangert die illegale Fischerei an und fordert die Europäische Union auf, endlich etwas gegen die Piratenfischerei zu unternehmen.