
Eine ungewöhnliche Aktion initiieren 50 Greenpeace-Senioren im September. Mitglieder des Teams 50plus stellen in der Dortmunder Innenstadt sieben wassergefüllte Badewannen auf, in denen sie Platz nehmen. Das Klima darf nicht baden gehen
lautet ihre Botschaft. Die engagierten Senioren fordern eine zukünftsfähige Energie statt klimaschädliche Kohle-Technik.
Zehn Jahre nach der erfolgreichen Brent Spar Kampagne, die ein generelles Versenkungsverbot für Ölplattformen in der Nordsee erreichte, zieht Greenpeace im April erneut Bilanz. Das Versenkungsverbot im Nordostatlantik wird eingehalten, aber aktuelle Wasserproben, die Greenpeace in der Region entnahm, zeigen eine dramatische Ölbelastung. Noch immer wird ölhaltiges Produktionswasser aus dem alltäglichen Betrieb in großen Mengen in die Nordsee eingeleitet. Wiederholt sichtet Greenpeace riesige Ölteppiche, die von der Shell-Plattform Dunlin A ausgingen.
Ob Shell tatsächlich aus der Auseinandersetzung um die Brent Spar gelernt hat, wird sich auch auf der weit entfernten russischen Insel Sachalin zeigen. Shell plant den Bau einer Ölförderplattform in unmittelbarer Nähe des Nahrungsgebietes von Grauwalen. Die letzten 100 Grauwale der nordwestpazifischen Population sind durch das Shell Ölförderprojekt akut in ihrem Bestand bedroht. Die Europäische Bank für Wiederaufbau (EBRD), die dafür Kredite bereitstellen soll, erklärt nach einer spektakulären Greenpeace Aktion zu ihrer Jahrestagung in Belgrad das Projekt für zur Zeit nicht kreditwürdig.