
Im Rahmen der Internationalen Automobilausstellung im September 2005 in Frankfurt sind die Umweltschützer mit dem vor zehn Jahren konzipierten SmILE präsent. Das Niedrigverbrauchsauto SmILE steht für Small, intelligent, Light, Efficient (klein, intelligent, leicht und effizient) - Kriterien, die auch angesichts steigender Benzinpreise für die Entwicklung neuer Autos gelten müssen. Greenpeace kritisiert mit seiner Aktion die die Rücksichts- und Verantwortungslosigkeit der Autokonzerne: 10 verlorene Jahre sind genug.
Eine Halbierung des Spritverbrauchs ist dringend geboten.
Auch in punkto Dieselrußfilter zeigten die Autokonzerne bisher kein Verantwortungsbewusstsein. Vor allem die Volkwagen AG hat mit geschickter Lobbyarbeit die steuerliche Förderung von Partikelfiltern mit verhindert. Schon seit 1999 weist Greenpeace dagegen auf die Gesundheitsgefahren von Dieselruß hin, besonders zum Beispiel den Feinstaubbelastungen in den Städten. Schwere Krankheiten wie Krebs, Asthma, Herz- und Kreislaufversagen oder Allergien können dadurch ausgelöst werden.
Am 11. Mai 2005 demonstriert Greenpeace mit einer Aktion hoch oben auf der Siegessäule in Berlin gegen das massive Gesundheitsrisiko durch Feinstaub. Die Umweltschützer fordern von der Bundesregierung, die Ausrüstung aller Dieselautos mit Rußfiltern innerhalb von drei Jahren verpflichtend vorzuschreiben und finanziell zu fördern.
Bereits einen Monat zuvor hatten Aktivisten vor dem Bundeskanzleramt mit Dieselschweinen - als rosa Schweine umgestaltete Dieselfahrzeuge - ein Gesetz zum Schutz der Menschen vor den gefährlichen Rußpartikeln verlangt.
Enttäuscht zeigt sich Greenpeace über die Politik. Nach einem Kabinettsbeschluss vom Mai 2005 sollen nur Neuwagen mit einem Filter ausgerüstet werden, wobei auch minderwertige Billigfilter erlaubt sind. Greenpeace fordert mit Aktionen effektive Filter vor allem auch für alte Dieselautos. Die Filter müssen den Schutz vor Dieselkrebs gewährleisten.