
Greenpeace-Aktivisten protestieren in Berlin gegen den Einbau von Fenstern aus Urwaldholz in das Verwaltungsgebäude des Bundestages in der Luisenstraße. Sie schweißen das Metalltor zur Baustelle zu und sichern die angelieferten Fenster mit langen Ketten und Absperrband. Über das Tor hängen sie ein Banner: Fenster aus Urwaldzerstörung! Auftraggeber: Bundestag
. Ein Kletterer im Orang-Utan-Kostüm weist auf die Vernichtung des Lebensraums der Menschenaffen durch die Abholzung hin. Insgesamt sollen in das Bundestagsverwaltungsgebäude in Berlin-Mitte 500 Merantiholzfenster eingebaut werden. Für die Produktion von Fenstern aus Merantiholz werden in Südostasien die letzten verbliebenen Urwälder vernichtet.
8.9.: Greenpeace-Jugendliche protestieren für verstärkten Klimaschutz

Jugendliche von Greenpeace demonstrieren auf der Zugspitze für mehr Klimaschutz. Als Mahnung an die verantwortlichen Politiker füllen die Jugendlichen Schmelzwasser des Gletschers in Flaschen ab. Diese sollen bei der nächsten Klimakonferenz Ende November in Montreal den deutschen und internationalen Delegierten überreicht werden. Außerdem präsentieren die Jugendlichen ein 25 Quadratmeter großes Banner: Klimawandel auf der Zugspitze - Gletschergrenze im Jahr 2020
. Der Protest soll zeigen, wie stark der Gletscher in den kommenden fünfzehn Jahren durch den Klimawandel schrumpfen wird. Die Besucher der Zugspitze können sich anhand von Vergleichsbildern aus den Jahren 1910 und 2003 ein Bild davon machen, wie sich der Gletscher im Laufe der vergangenen rund einhundert Jahre verändert hat.
19.9.: Greenpeace-Flaggschiff Esperanza entdeckt Piratenfischer vor Norwegen

In der Barentssee vor der Nordküste Norwegens hat das Greenpeace-Flaggschiff Esperanza einen Piratenfischer im Seegebiet des so genannten Loophole entdeckt. Die 61 Meter lange Murtosa fischt in der Region nach Kabeljau und hält sich dabei nicht an gültige Fischereiabkommen. Die Umweltschützer nähern sich dem Fischdampfer in Schlauchbooten, steigen an Bord, fordern den Kapitän zum Verlassen der Region auf und hissen auf der Murtosa den Jolly Roger, die Piraten-Flagge mit dem Totenkopf. Die Esperanza ist seit Ende Juli im Nordwestatlantik auf Patrouille unterwegs. Ihr Protest richtet sich gegen die regional dominierenden zerstörerischen Fischereimethoden wie zum Beispiel die Grundschleppnetz-Fischerei.
22.9.: Protest gegen Braunkohlekraftwerk zieht durch Grevenbroich

Greenpeacer demonstrieren gegen die klimafeindliche Entscheidung von RWE, in Neurath noch zwei zusätzliche Braunkohleblöcke zu bauen. Während der Demonstration stellen die Umweltschützer Achtung-Schilder auf, die Kühltürme mit Abgasfahnen zeigen. Darunter steht der Schriftzug: RWE zerstört das Klima.
Auf einem Transparent ist zu lesen: Kein Neubau von Braunkohlekraftwerken.
Für den Betrieb eines Braunkohlekraftwerks braucht RWE jedes Jahr riesige Mengen an Emissionsrechten, so genannte Zertifikate. Die Zertifikate für die Kohlendioxid-Emissionen eines Kraftwerks der Größenordnung Neurath kosten pro Jahr rund 280 Millionen Euro. Bislang bekommt RWE die Zertifikate von der Bundesregierung umsonst zugeteilt.
13.10.: Greenpeace Deutschland wird 25 Jahre alt - Globalisierung auch im Umweltschutz
Greenpeace Deutschland wird in den kommenden Jahren noch stärker auf internationale Aktionen und weltweite Kampagnenarbeit für den Erhalt der Ökosysteme setzen. Damit reagiert die Organisation auf die fortschreitende Globalisierung der Umweltprobleme wie auch auf die von Industrie und Wirtschaft. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Umweltorganisation in Deutschland weist Greenpeace auf einer Pressekonferenz an Bord des Aktionsschiffes Beluga II in Hamburg darauf hin, dass die Menschheit mit dem fortschreitenden Klimawandel derzeit vor einer der größten ökologischen Herausforderungen ihrer Geschichte steht. In Deutschland und im Ausland hat Greenpeace in den vergangenen 25 Jahren maßgeblich zur Lösung drängender Umweltprobleme beigetragen.
21.10.: Kinder aus Greenteams am Greenpeace-Unterwasser-Abenteuertruck Wakita auf dem Schlossplatz in Berlin.

Als Anerkennung ihrer Arbeit organisieren Greenpeacer eine Tour mit einem zwölf Meter langen Unterwassertruck in 19 Städte, die im August von Lübeck aus startet, um den Nachwuchs zu besuchen. Neben Informationen zu wichtigen Umweltthemen hat der Truck eine Kletterwand und einen Meeresspielplatz mit an Bord. Seit Gründung der Greenteams 1990 haben sich bereits 40.000 Kinder und Jugendliche für die Umwelt stark gemacht.