
Über 60 Greenpeace-Jugendliche aus ganz Deutschland stellen sich gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Wendland in Splietau bei Dannenberg zu einem großen gelben X auf. Nach dem Motto Aufstehen gegen Atomkraft
wollen sie anlässlich der bevorstehenden Castor-Transporte ihrem Protest Ausdruck verleihen. Auf einem Banner der Jugendlichen steht: Atomkraft: leichtsinnig - kurzsichtig - ignorant. Nicht mit uns!
. So hinterlassen sie ihre persönlichen Botschaften und Forderungen direkt an einer der möglichen Straßenstrecken, auf der die Castoren den Weg vom Verladebahnhof in Dannenberg ins Zwischenlager Gorleben rollen sollen.
10.11.: Greenpeacer protestieren mit Schlauchbooten im Hafen von Lübeck gegen finnische Urwaldzerstörung.

Kletterer befestigen an der Herrenbrücke über der Trave ein 12 mal 40 Meter großes Transparent: Stoppt Urwaldzerstörung, stoppt Stora Enso
. Sie machen damit auf den Papierfrachter Antares aufmerksam, der Papier aus Finnland nach Lübeck liefert. Lübeck ist der größte deutsche Einfuhrhafen für Papier aus Skandinavien. Am Montag hatten Aktivisten bereits in der finnischen Hafenstadt Kemi bei der Beladung des Schiffes protestiert. Greenpeace wendet sich mit den Aktionen gegen die Zerstörung der letzten Urwälder in Lappland. Der finnische Papierkonzern Stora Enso kauft das Holz aus Urwaldzerstörung und stellt daraus Papier her.
17.11.: Schwangere Frauen protestieren mit Greenpeace in Berlin für eine starke EU-Chemikalienreform.

Gegen die Belastung ihres Körpers mit Industriechemikalien gehen Schwangere in Berlin vor die CDU-Parteizentrale, während das EU-Parlament in Straßburg über die EU-Chemikalienverordnung REACH berät. Auf ihren Bäuchen tragen die Frauen die Aufschrift Mein Bauch ist kein Chemiestandort!
. Bis zu 300 Industriechemikalien aus Alltagsprodukten wurden bereits im menschlichen Blut und in der Muttermilch nachgewiesen. Auf Druck der CDU/CSU hatte die Bundesregierung im Koalitionsvertrag angekündigt, sich für eine Abschwächung von REACH zu Gunsten der Industrie stark zu machen.
1.12.: Greenpeacer demonstrieren vor Lidl und Metro gegen den Verkauf von stark mit giftigen Pestiziden belastetem Obst und Gemüse.
Vor den Konzernzentralen der Handelsketten Lidl in Neckarsulm und Metro in Düsseldorf protestieren Aktivisten gegen den Verkauf von stark pestizidbelastetem Obst und Gemüse.

Die Greenpeacer überbringen den Konzernleitern einen Preispokal für die Maximale Pestizidbelastung 2005
. Lidl und Metro schnitten beim im November vom Greenpeace-EinkaufsNetz veröffentlichten Supermarkt-Ranking zur Pestizidbelastung von Obst und Gemüse am schlechtesten ab. In dem Großtest wurde bei 19 Prozent der real- und bei 21 Prozent der Lidl-Ware sogar die zulässige gesetzliche Höchstmenge für Pestizide erreicht oder überschritten. Für den bisher umfangreichsten Pestizidtest hatte das Greenpeace-EinkaufsNetz im September 658 Obst- und Gemüseproben der führenden Supermarktketten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gekauft und auf rund 300 Wirkstoffe untersuchen lassen.

5.12.: Greenpeacer auf Kühlturm des Braunkohlekraftwerkes von RWE in Neurath bei Köln!
CO2 kills! Stop Klimakiller RWE
steht auf einem Transparent am oberen Rand des Kühlturms, auf den Aktivisten von Greenpeace geklettert sind. Parallel zur UN-Klimakonferenz in Montreal wehren sich die Umweltschützer gegen die andauernde Klimazerstörung durch RWE. Der Stromkonzern hat den größten CO2-Ausstoß Europas und plant, in Neurath bei Köln ein neues Braunkohlekraftwerk zu bauen.
21.12.: Konfrontation in der Antarktis: Die beiden Greenpeace-Schiffe Esperanza und Arctic Sunrise spüren im Südlichen Ozean die japanischen Walfänger auf.

Im Walschutzgebiet der Antarktis geht es zur Sache. Dort haben die Japaner ihr jährliches Walschlachten aufgenommen. Mit Schlauchbooten gehen Greenpeace-Aktivisten zwischen die tödlichen Harpunen und die Wale. Die Esperanza setzt sich vor die Laderampe des Verarbeitungsschiffes und wird von einem anderen Schiff der japanischen Flotte Wand an Wand hart abgedrängt.
Nicht alle Tiere können durch den Einsatz der Greenpeacer entkommen, doch etlichen gelingt die Flucht. Viele der weiblichen Wale sind zu dieser Zeit trächtig. Sie futtern sich im Schutzgebiet die Speckschicht an, die sie für ihre lange Wanderung in wärmere Gewässer brauchen, wo sie dann im Frühjahr ihre Jungen zur Welt zu bringen. Die Aktivisten sind entschlossen, den Waljägern auch über den Jahreswechsel hinaus auf den Fersen zu bleiben und so viele Tiere wie möglich vor dem langen qualvollen Sterben zu bewahren.