
Greenpeacer schwimmen in den englischen Gewässern des Ärmelkanals vor mehrere Fischtrawler und protestieren gegen hundertfachen Delfinmord durch die Gespann-Fischerei. Die Umweltschützer beobachten von Bord des Greenpeace-Schiffes Esperanza Schiffe vorwiegend aus Frankreich und dokumentieren deren Fischfang. Die Aktivisten finden einen tot an der Oberfläche treibenden Delfin, der tiefe Schnittwunden aufweist. Die Gespann-Fischerei, bei der riesige Netze zwischen zwei Booten durch das Meer gezogen werden, tötet im Ärmelkanal massenhaft Delfine. Diese verfangen sich in den Netzen und ersticken qualvoll.
18.3.: Greenpeacer protestieren vor dem Reichstag gegen Änderung im Gentechnikgesetz

Die Gesetzesänderung hätte weitreichende Folgen für Landeigner, Landwirte, Verbraucher sowie Imker. Nach dem Willen der rot-grünen Bundesregierung sollen künftig Felder, auf denen genmanipulierte Pflanzen wachsen, nicht mehr öffentlich bekannt gegeben werden. In einem Standortregister würden dann nur noch Teilangaben der Anbauflächen genannt. Ohne Transparenz des Anbaus von genmanipulierten Pflanzen kann die Sicherung der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft jedoch nicht gewährleistet werden. Greenpeace lehnt eine Aufweichung der bisherigen Regelung zum Gen-Kataster ab.
29.3.: Greenpeace protestiert gegen kanadische Robbenjagd

Mit einer viertägigen Mahnwache in den vier größten deutschen Städten protestiert Greenpeace gegen das sinnlose Töten von mehr als 300.000 Robben in Kanada. In Berlin, Hamburg, Köln und München stehen Umweltschützer an zentralen Plätzen und präsentieren vier Meter hohe Bilder mit Szenen der blutigen Jagd. Auf der zentralen Veranstaltung in Berlin am Brandenburger Tor können Passanten sich beim Bedrucken eines 350 Meter langen Banners mit insgesamt 350.000 stilisierten Robben beteiligen. Außerdem können sie einen Protestbrief an den kanadischen Botschafter gegen das sinnlose Töten der Robben unterschreiben.
5.4.: Argentinischer Bauernverband und Greenpeace warnen vor Patenten auf Saatgut

Einer der größten Bauernverbände Argentiniens, die Federación Agraria Argentina, und Greenpeace warnen vor der drohenden weltweiten Abhängigkeit der Landwirte von dem US-Saatgutkonzern Monsanto. Das Europäische Patentamt in München steht kurz vor der Entscheidung über das bereits 1996 an Monsanto erteilte Patent EP 546090 auf genmanipulierte Saaten wie Mais, Weizen, Reis und Soja. In Nord- und Südamerika nutzt Monsanto seine Saatgutpatente dazu, Gentechnik am Markt durchzusetzen und Bauern auszubeuten. Ähnliches droht bald auch den Landwirten in Europa. Greenpeace fordert daher, Patente auf Saatgut, Pflanzen und Ernteprodukte weltweit zu verbieten.
18.4.: Greenpeace-Jugendliche demonstrieren für weltweite Abrüstung aller Atomwaffen

Einen symbolischen Schutzwall für das Völkerrecht haben Jugendliche von Greenpeace und der Heidelberger Schülerinitiative Aktion Völkerrecht im Lichthof des Auswärtigen Amtes errichtet: 8000 Holzklötze bilden eine fünf Meter lange Mauer. Jeder einzelne trägt eine Unterschrift für die Abrüstung aller Atomwaffen und für den generellen Verzicht auf Krieg als Mittel der Politik. Zusätzlich übergeben die Jugendlichen einen offenen Brief an Staatssekretärin Kerstin Müller. Insgesamt haben Jugendliche weltweit 60.000 Holzklötze mit Unterschriften gesammelt. Im Mai werden sie im New Yorker Central Park anlässlich der Verhandlungen des Atomwaffensperrvertrags zu einem 200 Meter langen und ein Meter hohen Wall aufgebaut.
19.4.: Greenpeace protestiert vorm Kanzleramt gegen Ruß und Feinstaub

Mit einem Dieselschwein fordert Greenpeace Bundeskanzler Gerhard Schröder auf, endlich einen Gesetzentwurf zum Schutz der Menschen vor Dieselruß und anderem Feinstaub auf den Weg zu bringen. Vor dem Kanzleramt präsentieren Aktivisten mit Atemmasken einen mit großen Schweineohren, einem Rüssel und Kringelschwanz umgebauten rosafarbenen VW Passat ohne Rußfilter. Daneben zeigen sie einen mit modernster Filtertechnik umgerüsteten Mercedes. Auf einem Banner steht: Kanzler komm endlich zu Potte! Rußfilter für alle Dieselschweine - JETZT!
Statistisch sterben jeden Tag bundesweit rund 180 Menschen an Erkrankungen, die durch Dieselruß und andere Feinstäube verursacht werden.