
Anlässlich des G8-Gipfels prangern Greenpeacer den Kohlekraftwerksbau in Neurath an. Klimawandel made in Germany - Abschalten!
haben Aktivisten auf den Kühlturm des Braunkohlekraftwerks Neurath bei Köln projiziert. Gleichzeitig errichten die Umweltschützer auf dem Gelände vor dem Kraftwerk eine Mahnwache, die anlässlich des G8-Gipfels die fortlaufende Klimabelastung durch Braunkohle anprangert. In Neurath sollen zwei neue Kraftwerksblöcke zur Verstromung von Braunkohle gebaut werden. Greenpeace sieht in der Verbrennung von Braunkohle eine der schlimmsten Gefahren für das Weltklima.
10.7.: Greenpeace-Protest in Paris gegen nukleare Aufrüstung

Mit einem großen Regenbogen für den Frieden und einem menschlichen Peacezeichen demonstrieren mehr als 500 Greenpeace-Aktivisten aus 21 Ländern auf dem Trocadéro-Platz gegenüber dem Eiffelturm gegen Gewalt und gegen die weltweite nukleare Aufrüstung. Sie gedenken der Opfer der Bombenanschläge von London. Und sie erinnern gleichzeitig an den französischen Anschlag auf das Greenpeace-Flaggschiff Rainbow Warrior vor 20 Jahren. Am 10. Juli 1985 sank die Rainbow Warrior im Hafen von Auckland/ Neuseeland, nachdem Taucher im Auftrag der französischen Regierung zwei Sprengladungen am Rumpf explodieren ließen. Der Greenpeace-Fotograf Fernado Pereira ertrank dabei. Die Rainbow Warrior war auf friedlicher Protestfahrt gegen französische Atombombentests im Südpazifik.
11.7.: Greenpeacer protestieren mit hunderten Atommüllfässern in Berlin

Bei der abschließenden Beratung der CDU/CSU zum Wahlprogramm müssen sich die Parteispitzen auch mit der ungeklärten Atommüllproblematik auseinander setzen. Der Grund: Greenpeace-Aktivisten entrollen am Gebäude ein Banner: CDU: Kein Rückfall ins Atomzeitalter!
. Außerdem umstellen die Umweltschützer den Tagungsort mit hunderten von gelben Atommüllfässern. Auch im Bundestag versucht die CDU/CSU die Atomkraft wieder salonfähig zu machen. Greenpeace fordert: Egal welche Partei im Herbst an die Macht kommt: Keine Rückkehr ins Atomzeitalter! Ausstieg aus der Atomkraft! Kein Export von Atomtechnologie! Kein Endlager Gorleben!
26.7.: Bundesamt bestätigt Greenpeace-Verdacht: Illegale Agrargifte auf deutschen Beeren

Beim konventionellen Anbau von Johannis- und Stachelbeeren in Deutschland werden tatsächlich illegale Spritzmittel eingesetzt. Diesen vom Greenpeace-EinkaufsNetz veröffentlichten Befund hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Bonn bestätigt. Sechs der insgesamt 20 nachgewiesenen Pestizide sind nicht zugelassen. Die illegalen Spritzmittel hat Greenpeace bei sechs von insgesamt 28 getesteten Früchten gefunden. Greenpeace wird bei den zuständigen Staatsanwaltschaften Anzeige erstatten wegen des Einsatzes nicht zugelassener Pestizide.
August
3.8.: Greenpeacer sammeln Unterschriften gegen Atomenergie

Einen großen Dinosaurier aus Schrott stellen Greenpeace-Aktivisten in Hamburg aus Protest gegen den drohenden Rückfall ins Atomzeitalter auf. In den nächsten Tagen sammeln die Umweltschützer Unterschriften gegen die Pläne der CDU, den Atomausstieg nach einem Regierungswechsel rückgängig zu machen. Dazu haben sie ein großes Banner mitgebracht, auf dem Passanten unterschreiben können. Schautafeln zeigen, welche Gefahren durch die Atomkraft drohen und wie die Wende zur Energieerzeugung ohne Kohle und Atom in Deutschland erreicht werden kann.
23.8.: Greenpeace deckt Verbindung von Gen-Äckern zu Milchprodukten auf

Nach Greenpeace-Recherchen beziehen die zwei großen deutschen Molkereien Müller und Landliebe/Campina Milch von fünf landwirtschaftlichen Betrieben, die derzeit auch genmanipulierten Mais anbauen. Damit der umstrittene Mais nicht an die Milchkühe verfüttert wird, protestiert Greenpeace an einem Gen-Maisacker bei Seelow in Brandenburg. Die Aktivisten haben eine Kuh-Attrappe in das Feld gestellt, in deren gläsernem Magen Gen-Maisfratzen stecken. Greenpeace fordert die Molkereien auf, keine Milch von Betrieben abzunehmen, die Gen-Mais verfüttern.
30.8.: Müller bleibt stur - Milch wird von Gen-Maisbauern produziert

Vor der Firmenzentrale des Molkereikonzerns Müllermilch in Aretsried bei Augsburg protestiert Greenpeace gegen die Verfütterung von genmanipuliertem Mais an Milchkühe. Die Umweltschutzorganisation hat vergangene Woche aufgedeckt, dass Gen-Maisbauern aus Brandenburg und Sachsen ihre Milch an die Großmolkerei liefern. Damit der umstrittene Mais nicht an Milchkühe verfüttert wird, haben Verbraucher in bislang sechs deutschen Städten den Greenpeace-Protest unterstützt und sich letzte Woche mit Protestschildern fotografieren lassen. Einige der Fotos präsentiert Greenpeace heute im Großformat vor der Müller-Zentrale mit der Forderung, die Milch dieser Landwirte nicht für Milchprodukte zu verwenden. Andere Molkereien kommen Verbraucherwünschen entgegen.