Auf der UN-Artenschutz-Konferenz (CBD) in Malaysia kämpft Greenpeace im Februar erfolgreich für den Erhalt der Arten: Die Vertragsstaaten beschließen, bis 2010 ein globales Netzwerk von Schutzgebieten einzurichten. Etwa 30 Greenpeace-"Kids for Forests" überreichen den Ministern Schatztruhen von Jugendlichen aus aller Welt mit Kunstwerken, Gedichten und Briefen als Symbole noch vorhandener Schatzkammern in der Natur. Ein von Greenpeace im Januar entworfenes Urwaldschutzgesetz wird dem deutschen Parlament im Herbst als Entwurf vorgeschlagen.
Im Februar und März deckt Greenpeace bundesweiten Verbraucherbetrug in Baumärkten auf: Fichtenholz aus russischer Urwaldzerstörung ist in Filialen zahlreicher Baumarktketten mit dem Logo Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft - Gewachsen in Deutschlands Wäldern
gekennzeichnet. Dabei handelt es sich um doppelte Kundentäuschung und Siegelmissbrauch: Weder handelt es sich um Holz aus Deutschland, noch um nachhaltig erwirtschaftetes Holz. Die Aktivisten markieren die gefundene Ware mit Aufklebern: Betrug
und Finger weg - Urwaldzerstörung
. Das Sägewerk Rettenmeier hatte billiges Fichtenholz aus russischem Raubbau umetikettiert und weiter verkauft.
Im März reagieren die Baumärkte auf den Missbrauch und räumen die falsch gesiegelten Holzprodukte aus den Regalen. Greenpeace kann erste Sägewerke in Russland überzeugen die Säge im Urwald ruhen zu lassen und einen Einschlagsstop für ein Fünftel des russischen Dvinsky-Waldes erreichen. Grundsätzlich sollten Verbraucher aber beim Holzkauf wachsam sein und nur Produkte mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council kaufen. Der FSC ist inzwischen bei 13 Prozent der deutschen Bevölkerung bekannt.
Im November stellt der brasilianische Präsident Lula 20.000 Quadratkilometer Urwald im Amazonas unter Schutz, ein Gebiet der Größe von Rheinland-Pfalz. Für den Schutz dieses Gebietes hatte Greenpeace Jahre lang gekämpft. Auch die australische Regierung plant nach Greenpeace-Protesten in Tasmanien die Einrichtung eines Schutzgebiets.