
Februar 2004: Gegen den geplanten Export der Hanauer Atomfabrik nach China protestiert Greenpeace beim Wahlkampfbesuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Hamburg und wenige Wochen später vor vier Ost-SPD-Landesverbänden und dem in Nordrhein-Westfalen. Bundeskanzler Schröder hatte im Dezember 2003 signalisiert, dass er der Firma Siemens den Export der gefährlichen Plutoniumfabrik gestatten will. Greenpeace fordert, die Anlage zu verschrotten und statt dessen saubere Energien zu exportieren. Schließlich läßt die Regierung ihre Atom-Exportpläne nach China fallen.
Im Oktober protestieren Greenpeace-Aktivisten mit einem Mahnmal gegen das geplante Atommüll-Endlager im Salzstock Gorleben. Das Monument aus Stahl und Beton wird vor der Zufahrt zum Zwischenlager aufgestellt und zeigt die aus Beton gearbeiteten Köpfe der Vorstandsvorsitzenden von E.ON, RWE, Vattenfall Europe und EnBW. Die Umweltschützer prangern die Blockadehaltung der vier großen Energieversorgungsunternehmen bei einer alternativen Endlagersuche an.
Auch die Greenpeace-Jugend fordert eine Alternative zur atomaren Energieversorgung: Über 60 Jugendliche setzen im November 2004 im Wendland gegen den bevorstehenden Castor-Transport mit einem großen Stoff-Regenbogen und einem Erneuerbare-Energien-Kraftwerkspark ein Zeichen. Sie symbolisieren das Tor zur Zukunft und stehen an einer der möglichen Strecken, auf der der Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager Gorleben transportiert wird. Jugendliche aus Deutschland, Frankreich, den USA und der Schweiz fordern Politiker aus aller Welt und insbesondere die Bundesregierung auf, die Atommüll-Transporte sofort zu beenden und nicht länger am geplanten unsicheren Endlager in Gorleben festzuhalten.
Aus Protest gegen die Gefahren der Atomenergie besteigen wenige Tage später Greenpeace-Aktivisten nachts einen 60 Meter hohen Förderturm auf dem Gelände des geplanten Endlagers. Kurz vor Ankunft der Castoren spannen sie ein Banner mit der Aufschrift Atommüll sicher lagern? - Hier sicher nicht!
. Mit Trauerbinden und einem großen Trauerflor bekunden die insgesamt 70 Umweltschützer Anteilnahme am tragischen Unfall in Frankreich, bei dem zwei Tage zuvor ein 21-jähriger Atomkraftgegner zu Tode kam.