
Greenpeace nimmt im Februar an den Verhandlungen im Europäischen Patentamt in München zum Widerrufung eines bereits erteilten Saatgutpatents teil. Proteste vor dem EPA: Vier als Manager der größten Agrarkonzerne verkleidete Stelzenmänner heften Patentclips an landwirtschaftliche Produkte auf einer Weltkugel.
Die Entscheidung: Das umstrittene Mais-Patent des US-Konzerns DuPont wird tatsächlich widerrufen, ein Sieg für alle Parteien, die Einspruch erhoben hatten: u.a. Greenpeace, Misereor und die Regierung von Mexiko. Dies Patent ist aber nur die Spitze eines Eisbergs von Patenten auf Leben, die das EPA auf Grundlage der EU-Genpatentrichtlinie erteilt hat und weiter erteilt.
Um die Schwächen der EU-Genpatentrichtlinie zu verdeutlichen, hatte Greenpeace beim EPA die Currywurst zum Patent angemeldet. Dieser Antrag ist ähnlich absurd wie viele der Industrie. Mit der Aktion wendet sich die Umweltschutzorganisation vor allem gegen die von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries geplante Umsetzung der umstrittenen EU-Genpatentrichtlinie in deutsches Recht. Greenpeace fordert Ministerin Zypries auf, Patente auf Gene, Teile des menschlichen Körpers, Pflanzen und Tieren nicht zuzulassen.