
Protest auch gegen die geplante erstmalige Freisetzung von Gen-Weizen in Deutschland: Greenpeace-Aktivisten säen Bio-Weizen auf der vorgesehenen Versuchsfläche in Thüringen und markieren den Testabschnitt mit Gen-Weizen kommt nicht auf den Acker! Gen-Brot kommt nicht in die Tüte!
Brisant dabei ist, dass das Robert Koch-Institut (RKI) und der Agrarkonzern Syngenta erstmals wesentliche Informationen über gentechnische Veränderungen vor der Öffentlichkeit geheimhalten wollten: Greenpeace fordert Verbraucherschutzministerin Renate Künast und das RKI auf, die Freisetzung nicht zu genehmigen. Syngenta zieht den Versuch aus fadenscheinigen Gründen zurück.
Greenpeace warnt auch mit Aktionen am Bundestag vor Verunreinigung von Saatgut und damit vor der unkontrollierten Ausbreitung genmanipulierter Pflanzen. Dies droht durch einen Vorschlag der EU-Kommission: Sie will die Verunreinigung je nach Pflanzenart von 0,3 bis zu 0,7 Prozent des Saatguts mit Gentechnik erlauben, ohne dass entsprechend gekennzeichnet werden muss. Auf einem Maisfeld wäre jede zweihunderdste Pflanze genmanipuliert, Lebensmittel ohne gentechnische Verunreinigung wären kaum noch zu garantieren.