
September
12.9.: Greenpeace protestiert gegen ein Schiff mit Gen-Mais aus den USA,während die US-Politiker auf der 5. WTO-Ministerkonferenz in Cancún/Mexiko die Entwicklungsländer unter Druck setzen, ihre Märkte weiter für US-amerikanische und genmanipulierte Produkte zu öffnen. Es ist die erste Einfuhr von Gen-Mais nach Mexiko seit dem Inkrafttreten des Cartagena-Protokolls zur biologischen Sicherheit (Biosafety-Protokoll). Dieses Abkommen erlaubt es den Ländern ausdrücklich, die Einfuhr genmanipulierter Organismen zum Schutz der Umwelt und Verbraucher zu verbieten.
17.9.: Einen Tag vor dem zweiten Energiegipfel zwischen Bundesregierung und Stromkonzernen schütten Greenpeace-Aktivisten einen großen Kohlehaufen vor die Eingangshalle des größten deutschen Kohle-Stromkonzerns RWE in Essen. Kletterer befestigen an der Fassade ein Banner: RWE und Clement: Raus aus der Kohle! Energiewende jetzt!
Die Stromkonzerne wollen Garantien, dass sie auch in den kommenden Jahrzehnten Kohlekraftwerke betreiben können. Greenpeace fordert von Wirtschaftsminister Clement, dass er beim Berliner Energiegipfel Weichen für erneuerbare Energien und Klimaschutz stellt.
27.9.: In neun Städten starten die Greenteams von Greenpeace neue Aktionen zum Schutz der Wälder. Unter dem Titel Kids for Forests wollen sie bis zum Start der nächsten UN-Konferenz für das Leben auf Erden (CBD) 2004 in Malaysia als Urwaldbotschafter tätig werden. Die vielfältigen Aktivitäten der Kids stehen unter dem Motto Schützt die Schatzkammern der Erde!
: Sie schreiben und malen in mehreren Städten einen Riesenbrief an den Kanzler, in Hannover sammeln die Kids Unterschriften auf Stoff-Lianen. Außerdem verkleiden sie sich als Urwaldtiere, führen Theaterstücke auf oder basteln an Urwaldschätzen. Urwaldschutz muss Chefsache werden, finden sie.
Oktober
6.10.: Anlässlich des Deutschen Seniorentages 2003 eröffnet Verbraucherministerin Renate Künast in Hannover die Seniorenmesse SenNova. Auf der Messe sind auch Greenpeace-Mitglieder des Team50plus mit einem Stand vertreten. Sie fordern, Gift und Gentechnik aus dem Essen herauszuhalten. Im Team50plus arbeiten Menschen aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen zusammen. Ob noch erwerbstätig oder schon im Ruhestand, ob Handwerker, Hausfrau oder Wissenschaftlerin - sie übernehmen Verantwortung, damit die Lebensgrundlagen der nachfolgenden Generationen erhalten bleiben.
8.10.: Aktionen zum Urwaldschutz auf der Frankfurter Buchmesse, das Symbol: der Stumpf eines Urwaldriesen. Zum Schutz der letzten Urwälder fordern Greenpeace, AutorInnen und Verlage in Frankfurt den verstärkten Einsatz von urwaldfreundlichem Papier im Buchdruck. Zum Start der Initiative haben unter anderen Elke Heidenreich, Michael Jürgs und Kirsten Boie erklärt, künftig Recyclingpapier für ihre Bücher zu verwenden. Im Ausland hat sich z.B. Margaret Atwood, der in Kanada, Italien, Österreich, England und den USA laufenden Kampagne angeschlossen.
29.10.:

Greenpeace-Aktivisten klettern auf den 40 Meter hohen Förderturm auf dem Gelände des geplanten Atommüll-Endlagers Gorleben und befestigen ein Banner: Erst wenn der letzte Tropfen Grundwasser verstrahlt ist, werdet ihr feststellen, dass Gorleben kein sicheres Endlager für Atommüll ist.
Der Protest richtet sich gegen den bevorstehenden Castortransport ins Wendland. Greenpeace fordert, den Salzstock Gorleben als Standort für ein Endlager aufzugeben, da der gefährliche radioaktive Abfall dort nicht sicher deponiert werden kann.