
Mai
7.5.: Friedhof für Afrikas Urwälder: Bei der Firma Fritz Offermann Sägewerk und Holzimport in Preußisch-Oldendorf (Nordrhein-Westfalen) protestiert Greenpeace gegen den Handel mit Holz aus den letzten Urwäldern Liberias. Auf das Dach des Firmengebäudes malen die Umweltschützer den Schriftzug Urwaldfriedhof Offermann
. Mit metergroßen weißen Farbkreuzen, Urwaldzerstörung
und Africa Crime
markieren sie auch das Holzlager auf dem Hof. Mit den Gewinnen aus dem Holzverkauf werden in Liberia und in umliegenden afrikanischen Ländern blutige Bürgerkriege finanziert.
16.5.: Zur Jahresbilanz-Pressekonferenz der WestLB in Düsseldorf präsentiert Greenpeace die wahre Bilanz der WestLB
. Vor der größten deutschen öffentlich-rechtlichen Landesbank-Zentrale legen Aktivisten einen roten Teppich aus und gießen über 100 Liter Öl darauf aus. Das Öl hatte Greenpeace aus einem verseuchten Trinkwasserreservoir in Ecuador abgeschöpft, in das Öl aus einer gebrochenen Pipeline geflossen war. Greenpeace fordert von der WestLB, den Kredit zum Ölpipeline-Bau in Ecuador einzufrieren und bei künftigen Krediten sicherzustellen, dass Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Die WestLB verspricht, dies künftig zu tun.
29.5.: Ungewöhnliche Geste von Karl dem Großen: Von den Schultern seiner Bronzestatue hängt ein Banner: Stopp EU-Subventionen für Atomkraft - No nuclear constitution
. In Aachen demonstrieren Greenpeacer anlässlich der Karlspreis-Verleihung für eine EU-Verfassung ohne Atomkraft. Anlass für den Protest: Giscard d´Estaing will als Präsident des EU-Konvents die exklusive Förderung von Atomkraft in der neu erarbeiteten EU-Verfassung verankern.
Juni
9.6.: Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, haben Greenpeace-Aktivisten einen 15 Meter langen aufblasbaren Wal aufgebaut. Auf einem Banner steht: 300.000 tote Wale jährlich - Walfangkonferenz Berlin: Das ist der Gipfel!
Greenpeace appelliert damit an die Regierungsvertreter der Internationalen Walfangkommission, sich nicht länger über Fangquoten zu streiten, sondern für einen umfassenden Schutz der bedrohten Tiere zu sorgen. Wale sterben durch Ertrinken, Vergiftung, Unterwasserlärm, Jagd und als ungewollter Beifang. Greenpeace fordert daher von der IWC, ihre Aufgaben zu erweitern und endlich alle Gefährdungen der Wale zu berücksichtigen.
16.6.: Greenpeace-Kids for Whales machen Berlin-Neukölln zur Walschutzzone und fordern zum Auftakt der Walfangkonferenz (IWC) den umfassenden Schutz aller Wale. Rund 500 Kinder und Jugendliche präsentieren ihre Forderungen: Mit zwei Dampfern, die Tausende von Walbildern und Basteleien von Kindern aus aller Welt transportieren, legen sie vor dem Tagungsort der IWC an, um die angrenzende Spree-Brücke zu einem Walschutzgebiet umzugestalten. Anschließend überreichen die Kinder der IWC-Gastgeberin und Verbraucherministerin Renate Künast eine Deklaration zum Walschutz. Sie fordern, dass sich die IWC zukünftig sämtlicher Gefahren für alle Walarten annimmt.
29.6.: Die wirtschaftlich dominierte Globalisierung ist kein Schicksal, vor dem man kapitulieren muss. Auch Umweltschutz und Menschenrechte lassen sich globalisieren. Diese Überzeugung kennzeichnet den Kongress McPlanet.com - Die Umwelt in der Globalisierungsfalle
von Attac, BUND und Greenpeace in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Der Einladung an die TU Berlin sind über 1.500 Menschen gefolgt.