
März
10. März: Old Europe says: No War!
, mit dieser Botschaft fordert Greenpeace vom Brandenburger Tor aus Bundeskanzler Schröder auf, beim Nein gegen den Irak-Krieg zu bleiben. Eine der zahlreichen Protestaktionen gegen die Vorbereitungen der US-Regierung für einen Irak-Krieg. Der Appell richtet sich an die Bundesregierung, sich in der Sitzung des UN-Sicherheitsrates nicht dem Druck der US-Regierung zu beugen.
17. März: Spendet Öl - Rettet Leben! Greenpeace ruft zur friedenssichernden
Erdölsammlung gegen einen möglichen Einmarsch der USA in den Golf-Staat auf. Mit überdimensionalen Ölfässern demonstriert Greenpeace vor der US-Botschaft in Berlin und vor den Konsulaten in Hamburg und München. Auf den Fässern steht: Spendet Öl ? Rettet Leben!
, womit zugleich die vorgegebenen Kriegsgründe der USA in Frage gestellt und auf die wirtschaftlichen Interessen aufmerksam gemacht wird.
21. März: Leuchtendes Zeichen gegen den Krieg: Aus Protest gegen den Angriff der USA auf den Irak errichten Greenpeace-Aktivisten in der Nacht ein 3,5 Meter hohes Friedenszeichen vor der US-Botschaft in Berlin. Ab zwei Uhr nachts wird für jede Stunde, die der Krieg andauert, eine Kerze entzündet. Daneben wird eine ein Meter große Bronzeglocke für jede halbe Kriegsstunde einmal geläutet. Die angemeldete Mahnwache vor der Botschaft dauert solange wie der US-Krieg im Irak.
April
7. April: Patent auf Baby-Blut: Das Europäische Patentamt (EPA) in München entscheidet über die Gültigkeit eines Patents der Firma Biocyte (jetzt PharmaStem). Das US-Unternehmen will sich das Monopol auf die Vermarktung von Blut aus der Nabelschnur, Plazenta und von menschlichen Föten sichern. Anlässlich der Verhandlung protestieren Greenpeace-Aktivisten als Vampire verkleidet vor dem EPA unter dem Motto Nur Blutsauger patentieren Leben
.

8. April: Kein Platz für Gen-Weizen! Aus Protest gegen die geplante erstmalige Freisetzung von genmanipuliertem Weizen in Deutschland säen Greenpeace-Aktivisten Bio-Weizen auf der vorgesehenen Versuchsfläche in Friemar bei Gotha (Thüringen) aus. Sie markieren den Testabschnitt mit Absperrband und Warndreiecken mit der Aufschrift Gen-Weizen kommt nicht auf den Acker! Gen-Brot kommt nicht in die Tüte!
Besonders brisant ist, dass das zuständige Robert-Koch-Institut und Syngenta erstmals wesentliche Informationen über die gentechnische Veränderung vor der Öffentlichkeit geheim halten wollten. Syngenta zieht nach der Öffentlichmachung ihr Projekt aus fadenscheinigen Gründen zurück.
25. April: Gegen den Import von Papier aus bedrohten finnischen Urwäldern protestieren Greenpeace-Aktivisten an dem Papierfrachter Finnhawk auf der Ostsee bei Lübeck. Von vier Schlauchbooten aus bemalen sie die Bordwand des Schiffs mit dem Spruch Forest Crime in Europe
. Das aus dem Ostsee-Hafen Oulu kommende Schiff liefert Papier der finnischen Papierhersteller Stora Enso, UPM Kymmene und M-Real für den deutschen Markt.