
Juli
11.7.: Eine rosa Fahrzeugkolonne gegen Dieselkrebs geht auf deutschlandweite Tour. Bestehend aus drei mit großen Schweinerüsseln und -ohren zu Dieselschweinen umgebauten Fahrzeugen (Mercedes, Smart und VW) zieht sie hauptsächlich zu Autohändlern. Mit der Aktion protestiert Greenpeace gegen die Weigerung der deutschen Autoindustrie, serienmäßig Filter gegen gesundheitsschädigenden Dieselruß in ihre Fahrzeuge einzubauen. Greenpeace präsentiert zudem einen mit einem Rußfilter nachgerüsteten Mercedes. Der Filter könnte problemlos in alle Dieselfahrzeuge eingebaut werden.
18.7.: Greenpeace-Jugendliche aus ganz Deutschland starten in München das Projekt SolarGeneration. Mit einem Theaterstück fordern die Jugendlichen - als Kohlepartikel und Sonnenstrahlen verkleidet - die Bundesregierung auf, erneuerbare Energien auf zwanzig Prozent bis zum Jahr 2020 auszubauen. Das würde zudem neue Arbeitsplätze schaffen. Die SolarGeneration präsentiert außerdem ihren SolarTruck, einen LKW mit Informations- und Aktionsangeboten, Solargeräten zum Ausprobieren und einem SolArbeitsamt
. Der Truck tourt zwei Monate durch Deutschland und besucht u.a. Jugendfestivals.
23.7.: Was Diesel wirklich kostet: Greenpeace wendet sich gegen Bundeskanzler Gerhard Schröders Verharmlosung der Gefahren durch Dieselruß. Greenpeace-Aktivisten stellen sechs Krankenbetten mit den Aufschriften Diagnose Krebs, Diagnose Asthma, Diagnose Allergien sowie einen Sarg mit der Aufschrift Hier ruht ein Verbraucher, der Vertrauen zur Regierung hatte
vor die SPD-Zentrale. Auch die Logos von Daimler Chrysler und VW werden präsentiert, denn die deutsche Autoindustrie weigert sich bislang, serienmäßig Rußfilter in ihre Fahrzeuge einzubauen.
August
5.8.: Greenpeace errichtet in Dresden ein über neun Meter hohes Mahnmal für den Klimaschutz im Flussbett der Elbe. 15 Aktivisten stellen die schwarz-weiße Pegelsäule auf, die die Folgen der menschlich verursachten Klimaerwärmung veranschaulicht. Das obere Ende markiert den extrem hohen Wasserpegel der Elbe in Dresden im August 2002: 9,40 Meter. Das untere Ende zeigt den extrem niedrigen Wasserstand im August 2003: 0,81 Meter. Auch um Wetterextreme zu verhindern, fordert Greenpeace eine Wende in der Energieversorgung, weg von Öl, Kohle und Gas und hin zu erneuerbaren Energien.
15.8.:

Die Greenpeace-Verbraucherorganisation EinkaufsNetz ermittelt: Jede fünfte Obst- und Gemüseprobe aus dem Berliner KaDeWe (Kaufhaus des Westens) überschreitet die gesetzlichen Pestizid-Grenzwerte. In Trauben, Kopfsalat, Erdbeeren und Zucchini werden sogar Giftcocktails mit bis zu acht Pestiziden gefunden. Deswegen verlangen Greenpeace-Aktivisten vor und im KaDeWe: Gift und Gentechnik - Alles muss raus.
Greenpeace warnt auch vor Wurstwaren und Produkten von Firmen wie Herta und Kattus, die möglicherweise gentechnisch manipulierte Zutaten einsetzen.
30.8.: Greenpeace macht Metro-Töchter für schlechte Qualität verantwortlich und protestiert bundesweit vor Kaufhof-, Real- und Extra-Märkten des Metro-Konzerns. Insgesamt beteiligen sich über 100 Umweltschützer an den Demonstrationen in 18 Städten: unter anderem in Berlin, München, Köln und Düsseldorf. Denn der Mutterkonzern Metro weigert sich zu garantieren, dass seine Lebensmittel keine Gentechnik enthalten. Außerdem sind Obst und Gemüse der Metro-Kette in Greenpeace-Recherchen immer wieder mit hohen Pestizidkonzentrationen aufgefallen.