
Januar
10.1.: Ein lebensgroßer Pottwal ist der Blickfang in der Ausstellung Wale, Watt und Weltmeere des Multimar Wattforums in Tönning an der schleswig-holsteinischen Westküste. Greenpeace hat als Kooperationspartner des Multimar Wattforums das neue Walhaus inhaltlich mitgestaltet, umfangreiches Video- und Fotomaterial beigesteuert und die Ausstellung finanziell unterstützt. Sie zeigt, dass Wale vielfach gefährdet sind. Zehntausende der Meeresgiganten werden jedes Jahr getötet, die meisten durch norwegische und japanische Fischer. Wale sterben auch, weil sie sich als Beifang in Fischernetzen verheddern. Vergiftetes Meerwasser, der Lärm von Ölbohrtürmen und die Erwärmung des Klimas sind zusätzliche Bedrohungen.
12.1.: Greenpeace beendet am 12. Januar 2003 eine vierwöchige Beobachtung der Kadetrinne in der Ostsee. Vom Feuerschiff Sunthorice aus werden 144 Schiffe identifiziert, pro Woche circa drei Regelverstöße gegen die Verkehrsvorschriften beobachtet und 22 der beobachteten Tanker als bedenklich eingestuft, weil sie keine Doppelhülle besitzen und älter als zwanzig Jahre sind. Fazit: Die Sicherungsmaßnahmen in der Kadetrinne reichen nicht aus, um die Ostseeküste vor Schiffsunfällen und Ölverschmutzungen zu schützen.
Februar
12.2.:

Keine Lizenz für Biopiraten! Das Europäische Patentamt (EPA) in München entscheidet über das umstrittene Patent des US-Konzerns DuPont auf Mais und urteilt über die Einsprüche von Greenpeace, Misereor und der Regierung von Mexiko. Vor dem EPA protestieren Greenpeace und Misereor gegen Patente auf Pflanzen und Saatgut. Vier Stelzenmänner als Manager der vier größten Agrarkonzerne DuPont, Monsanto, Bayer und Syngenta heften Patentclips auf landwirtschaftliche Produkte auf einer drei Meter großen Weltkugel.
15.2.: Greenpeace beteiligt sich an der ersten internationalen Anti-Kriegsdemonstration gegen den drohenden Irak-Krieg. Weltweit demonstrieren an dem Tag Millionen Menschen. In Berlin zieht eine große deutsche Greenpeace-Gruppe mit weiteren hunderttausend Demonstranten vom Alexanderplatz durchs Brandenburger Tor bis zur Siegessäule.
26.2.: Bundesregierung soll Klon-Patent stoppen! Gegen das Patent auf das Klonen menschlicher Embryonen protestiert Greenpeace vor dem Bundesjustizministerium in Berlin. Vor dem Eingang haben Aktivisten ein Regal mit 20 großen Reagenzgläsern errichtet: In diesen Gläsern schwimmen Puppen, die menschliche Embryonen symbolisieren. Anlass für den Protest sind Berichte über ein bereits 1999 erteiltes deutsches Patent, nach dem die beim Klonschaf Dolly angewendete Klonierung auch auf menschliche Embryonen übertragen werden soll.