
Der Skandal zeigt: In die Natur freigesetzte gentechnisch veränderte Pflanzen breiten sich unkontrolliert aus. Der Gen-Lein ist nur in Kanada angebaut worden und dort seit 2001 verboten. In der EU ist die Pflanze noch nicht einmal auf ihre Sicherheit getestet worden. Trotzdem ist sie über verunreinigte Produkte auf unsere Teller gelangt - so werden wir Verbraucher zu Versuchskaninchen. Welche langfristigen Folgen das für unsere Gesundheit haben kann, weiß niemand. Unter anderem ist die Gen-Pflanze gleich gegen drei verschiedene Antibiotika resistent. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch den Konsum bestimmte Antibiotika auch beim Menschen schlechter oder gar nicht mehr wirken. Das ist verantwortungslos.
Auch die Zukunft auf unserem Teller sieht nicht besser aus. Weltweit werden immer mehr Gen-Pflanzen zugelassen. Und da sich die Gentechnik nicht an Ländergrenzen hält, müssen wir davon ausgehen, dass wir in Zukunft immer weniger über das wissen, was wir essen. Nur mit dem Verzicht auf gentechnisch veränderte Pflanzen können wir diese Entwicklung noch stoppen. Der Schaden, den die Gentechnik angerichtet hat, ist schon groß genug, denn das, was einmal freigesetzt worden ist, ist nicht rückholbar.
Die Politik hat es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, der Gentechnikindustrie einen Riegel vorzuschieben. Jetzt sind wir Verbraucher gefragt. Ich will wissen, was ich esse. Darum möchte ich Sie bitten, sich mit uns für eine gentechnikfreie Landwirtschaft einzusetzen. Auf unserer Kampagnen-Homepage www.GreenAction.de erfahren Sie, welche Produkte betroffen sind und wie sie mitmachen können. Denn nur gemeinsam können wir die Gen-Industrie stoppen.