
Die Atomkraft ist von 1970 bis 2010 mit rund 200 Milliarden Euro staatlich gefördert worden. Zum Vergleich haben die Erneuerbaren Energien im gleichen Zeitraum weniger als ein Sechstel erhalten. Die vier großen Stromkonzerne sind mit ihren veralteten Geschäftsmodellen noch nicht in der Gegenwart angekommen. Jetzt packt sie die Angst, bald überflüssig zu werden. Diese Angst ist berechtigt. Die Panikmache vor Stromausfällen nicht.
Die Stromkonzerne haben in den vergangenen Jahrzehnten auf atomare und fossile Großkraftwerke gesetzt. Doch mit Klimawandel und Fukushima ist die Zeit dieser Dinosauriertechnologien endgültig vorbei. Die Energieversorgung der Zukunft besteht aus einem Mix aus Erneuerbaren Klein- und Großkraftwerken - mit intelligenten Stromnetzen, die es ermöglichen Strom zu speichern und dann zur Verfügung zu stellen, wenn wir ihn brauchen. Die sogenannte Grundlast, mit der die Atomkonzerne immer argumentieren, wird dann nicht mehr benötigt. Im Gegenteil: Sie verstopft das Stromnetz, da Atom- und Kohlekraftwerke ständig Strom einspeisen, nicht flexibel genug geregelt werden können. Der Ausbau der umweltfreundlichen Energiequellen wird dadurch behindert.
Greenpeace hat in der Studie Der Plan gezeigt, dass wir in 40 Jahren unseren Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien decken können - ohne dass es zu Stromengpässen kommt. Der Ausstieg aus der Atomkraft ist technisch sogar bis 2015 möglich. Deutschland ist erneuerbar, weil wir den Willen haben, uns und damit die Welt zu verändern. Herr Teyssen (E.on), Herr Großmann (RWE), Herr Villis (EnBW) und Herr Hatakka (Vattenfall), jetzt ist die Zeit, mutig in eine Zukunft der Erneuerbaren Energien zu gehen, anstatt ängstlich an den veralteten Atomkraftwerken festzuhalten. Weiter mit hohem Restrisiko für Bevölkerung und Wirtschaft Gewinne abzuschöpfen, ist nicht akzeptabel. Zusammen kann die Energiewende gelingen und der Klimawandel gebremst werden. Zeigen Sie Verantwortung und nehmen Sie die Herausforderung an.