Sie nennen sich Umweltfreaks oder Grüne Socken, Water-Peace oder Motzclub, und sie wollen – natürlich! – die Welt verändern, die 10- bis 15-Jährigen in einem der 1700 Greenteams in Deutschland. Wofür sie sich stark machen wollen, bestimmen sie selbst – mit inhaltlicher und organisatorischer Hilfe von Greenpeace.
Seit 15 Jahren mischen Greenteams erfolgreich ihre Schulen gegen Energieverschwendung auf, säubern Bäche oder sammeln in Fußgängerzonen Unterschriften für den Regenwald. Insgesamt 40.000 Kinder haben sich so inzwischen engagiert, viele setzen sich dann weiter in den Jugend-AGs oder in einer Greenpeace-Gruppe volle Power für die Umwelt ein.
Zur Feier des Geburtstags schickt Greenpeace von Mitte August an einen Unterwasser-Truck auf Tour durch 19 Städte, von Kiel bis Rosenheim, von Aachen bis Dresden. In dem Spezialcontainer können Kinder die Faszination des Meeres entdecken – aber auch Gefahren wie Giftmüll und Fischernetze. Mit auf Tournee sind ein Internet-Zelt, Ausstellungstafeln und vieles mehr. In den meisten Städten organisieren Greenpeace-Gruppen zudem eine Spürnasen-Rallye für Kids. Wann der Truck wo ist, findet ihr in unserem Tour-Logbuch auf unser Website für Kinder. Und was für tolle Ideen für die Umwelt die Greenteams haben, erfahrt ihr vom
Stolz zeigen Franziska und Elisabeth das Bild mit Jürgen Trittin. Wir sind extra nach Berlin gefahren und haben dafür sogar zwei Tage schulfrei bekommen, erzählt Franziska. Das war im Februar 2004. Da empfing der Umweltminister die beiden Schülerinnen vom Greenteam Naturepeace aus dem badischen Palmbach und 30 weitere junge Umweltaktivisten und nahm Protestpostkarten zum Schutz des Regenwaldes entgegen.
Der Urwald ist nur eines ihrer Themen. Meist geht es den 14-jährigen Freundinnen um Tierschutz – und damit fing auch alles an. Vor zwei Jahren hatten sie Kontakt gesucht zu einem Tierschutzverein, wurden dort aber nicht ernst genommen, wie Elisabeth erzählt. Bei der Karlsruher Greenpeace-Gruppe war das anders – und so gründeten sie ein eigenes Greenteam. Heute sind sie zu viert, Jasmin und Judith gehören auch dazu. Wir hätten gern noch Jungs dabei
, sagt Franziska, aber die wollen nicht so recht.
Ein großes Anliegen sind ihnen Schlachtviehtransporte. Mit einem kleinen selbst gebastelten Transporter aus Pappe als Blickfang sammeln sie an Ständen Unterschriften gegen die Quälerei. Gegen Atombomben haben sie auch schon protestiert: In einer Aktion der Karlsruher Greenpeace-Gruppe fielen sie mitten in der Stadt tot um und ließen sich wegtragen.
Demnächst wollen die Freundinnen für bessere Luft werben, indem sie gute Landluft in Flaschen teuer anbieten. Damit nicht genug: Wir werden unsere Lieblingsautoren anschreiben
, sagt Elisabeth. Die sollen dann bei ihren Verlagen darauf drängen, dass ihre Bücher auf Umweltpapier gedruckt werden.
Und so werden Autorinnen und Autoren wie Johanna Walser und Wolfgang Hohlbein demnächst Post aus Palmbach bekommen.
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