Bilder aus dem Waldbrandgebiet Zentral-Kalimantan in Indonesien

Zwischen Feuer und Rauch

In Indonesien brennen die Wälder – auch die Folge rücksichtsloser Palmölproduktion. Seit Monaten liegt ein giftiger Rauchschleier über dem Land. Wir zeigen den Alltag unter dem Nebel.

  • /

Die Feuer in Indonesien bedrohen die Gesundheit von Millionen. Jahrzehntelang zerstörte die Palmölindustrie Wälder und legte Torfmoore trocken, die Rechnung dafür bezahlen jetzt die Menschen, die hier leben. In dem Dorf Sei Ahass in Zentral-Kalimantan werden die Auswirkungen der skrupellosen Regenwaldabholzung auf die Bevölkerung eindrücklich deutlich. Der Ort ist unter einer Dunstglocke gefangen, schnelle Rettung ist nicht in Sicht. Die Menschen gehen ihrer Arbeit nach, Kinder wachsen auf – in einer Umgebung, die zusehends lebensfeindlicher wird.

Helfen Sie mit, die Feuer in Südostasien zu beenden, und unterzeichnen Sie unsere Petition an Indonesiens Präsidenten Joko Widodo und die Unternehmen aus dem Palmölsektor. Diese können die Zerstörung durch die Plantagenbetreiber beenden, in dem sie umgehend einen Handelsstopp mit Unternehmen verhängen, die auf Kosten der Regenwälder und Torfmoore wirtschaften.

Feuer in Kalimantan

Seit Monaten sind die Brände nicht in den Griff zu bekommen. Besonders hart ist der Regierungsbezirk Zentral-Kalimantan auf der Insel Borneo von der Katastrophe betroffen.

Löscharbeiten in Kalimantan

Die Löscharbeiten laufen Tag und Nacht. Rücksichtsloses Abholzen der Regenwälder für Palmölplantagen haben die Torfböden Indonesiens ausgetrocknet, die den Flammen nun Nahrung bieten. Teils schwelen die Brände unterirdisch.

Rauchschwaden über dem Fluss

Die Folge: Schwelender Rauch legt sich über ganze Landstriche. Die Sicht ist stark eingeschränkt, das Atmen fällt schwer.

Hütten auf dem Wasser

Die Menschen von Sei Ahass gehen ihrem Alltag nach, waschen sich in den Hütten am Wasser und arbeiten – während der gelbliche Rauch über den Fluss und durch den Ort zieht.

Straßenszene in Kalimantan mit Katze

Mensch und Tier leben unter einer Art Dunstglocke: Das Licht der Sonne streut sich diffus über Zentral-Kalimatan.

Kleinkind mit geschlossenen Augen

Gerade kleine Kinder spüren die Auswirkungen der Waldbrände. Viele leiden unter Entzündungen der Atemwege, so auch die 13-jährige Ema und ihr sieben Monate alten Bruder Ading aus Sei Ahass. Schätzungen zufolge sterben in Indonesien mehr als 100.000 Menschen jährlich an den Folgen der Luftverschmutzung. 

Kinder in Kalimantan

Im Qualm der brennenden Wälder geht das Leben weiter: Kinder lachen ...

Spielende Kinder

... und spielen während die Welt ringsum in Flammen steht.

Sitzendes Paar in Kalimantan

Die Verzweiflung der Menschen in Kalimantan wächst von Tag zu Tag. Die Feuersbrunst Indonesiens muss endlich verlöschen. Dazu braucht es aber den vollen Einsatz der Politik –  und Ihre Unterstützung. Unterschreiben Sie deshalb hier unsere Petition.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Report: Eye On The Taiga

Wie die angeblich "nachhaltige Forstwirtschaft" der Industrie in Russland die großen Wälder des Nordens zerstört. (Englischsprachiger Report.)

Mehr zum Thema

300-Millionen-Klage abgewiesen

Erfolg – für Wälder, Greenpeace und Meinungsfreiheit. Ein US-Gericht setzt dem Forstkonzern Resolute klare Grenzen, der Umweltorganisationen per Klage mundtot machen wollte.

Schluss mit der Märchenstunde

Die Gegner des geplanten Nationalparks im Spessart sind laut und präsent. Doch sie vertreten nicht die Mehrheit der Bevölkerung in der Region, stellt eine aktuelle Umfrage fest.

Auf dem Holzweg

Goldminen, wo unberührter Wald sein sollte: Luftaufnahmen von Greenpeace zeigen, wie der Mensch in Brasiliens Schutzgebieten wütet. Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil.