Alle zwei Sekunden fällt Wald von der Größe eines Fußballfeldes den Motorsägen zum Opfer. 80 Prozent aller Urwälder der Erde sind bereits zerstört. Geblieben sind weltweit nur noch sieben große zusammenhängende Urwaldgebiete: Die Urwälder Nordamerikas, der Regenwald am Amazonas, die Bergwälder Chiles, die letzten Urwälder Europas, die Regenwälder in Zentralafrika und Südostasien und die Schneewälder Sibiriens.
Die Urwälder in Südostasien, in denen die letzten Orang-Utans (Pogo pygmaeus) leben, verschwinden für Plantagen oder durch Raubbau. Die Zahl der Menschenaffen fiel dort in zehn Jahren um die Hälfte auf ca. 20.000 Tiere. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Urwälder zerstört, illegaler Raubbau und Korruption sind an der Tagesordnung. Bis zu 90 Prozent des Holzes wird illegal eingeschlagen.
Berater der Weltbank sprechen von anarchistischen Zuständen, an denen wertvollste Urwaldgebiete auf Borneo und den umliegenden Inseln bis zum Jahre 2010 zugrunde gehen würden. Mitsamt ihren Regenwäldern sind auch die letzten frei lebenden Sumatra-Nashörner, Sumatra-Elefanten, Orang-Utans und indonesischen Königstiger bedroht.
Das Holz der Gartenmöbel stammt meistens aus Südostasien, von Plantagen oder direkt aus dem Urwald und wird in Indonesien, Vietnam oder Europa verarbeitet. Für die Hölzer Bangkirai, Nyatoh, Keruing, (Yellow) Balau und oftmals irreführend bezeichnete tropische Harthölzer gibt es keine Plantagen nennenswerten Ausmaßes. Möbel aus diesem Urwaldholz stammen in der Regel aus Betrieben in Indonesien oder Vietnam.
Sehr präsent auf dem Markt sind Gartenmöbel aus Teakholz, oftmals gekennzeichnet mit garantiert aus Plantagen. Auch sie sind nicht akzeptabel, wenn sie nicht das FSC-Siegel tragen. Teak-Plantagen bieten nicht annähernd so vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum wie Urwälder und können nur sehr eingeschränkt das lokale Klima und die Wasser- und Nährstoffkreisläufe regulieren. Das meiste Teak-Plantagenholz kommt aus Java (Indonesien). Hier werden die Gartenmöbel gefertigt und nach Deutschland exportiert. Im Jahr 2004 importierte Deutschland für 75,7 Millionen Euro Holzmöbel aus Indonesien.
Das Holz für hochwertige, in Europa gefertigte, Teakmöbel kommt meist aus Myanmar (ehemals Burma). Ein Großteil des burmesischen Teaks stammt aus den dortigen Urwäldern. Viele Firmen werben damit, ihr Teak aus den Naturwäldern Burmas zu beziehen. Burmesisches Teak aus Naturwäldern führt jedoch nicht nur zu Urwaldzerstörung. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf finanziert die Militär-Junta den Krieg gegen oppositionelle Stämme, wie zum Beispiel die Karen, die im Grenzgebiet zu Thailand leben.
Der Kauf von Gartenmöbeln aus nicht zertifiziertem Urwaldholz trägt zur Zerstörung des Lebensraums von Menschen und Tieren bei.
Mittlerweile sind FSC-zertifizierte Möbel aus Eucalyptus- und Teak-Plantagen, sowie aus brasilianischen Hölzern und dem südpazifischen Gmelina aber stark auf dem Markt vertreten und bieten dem Kunden eine gute Alternative.
Es gibt es eine Reihe umweltfreundlicher Holzschutzmittel. Mit handelsüblichen, offenporigen Leinölen und Wachsen lassen sich Gartenmöbel witterungsbeständig machen.
Schützen Sie Ihre Gartenmöbel vor extremen Witterungseinflüssen- z.B. im Winter.