Ein Artikel von Eva Schaper

UN-Konferenz in Indien

In Hyderabad / Neu Delhi findet zum elften Mal die UN-Konferenz zum Thema biologische Vielfalt statt. Am Vorabend der Veranstaltung forderte Greenpeace, dass die indische Regierung die massive Ausweitung der Kohleförderung in Waldgebieten überdenken muss. Die gegenwärtige Politik den Kohlebergbau zu steigern, zerstört die Umwelt - einschließlich des bedrohten Lebensraums des indischen Tigers. Zudem müssen Zehntausende Bürgerinnen und Bürger ihre Häuser verlassen.

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Indien vernichtet mit der Ausbreitung von Kohleförderung sein kostbares biologisches Erbe, welches das Land beschützen und nicht zerstören sollte. Anstelle als Gastgeber der renommierten UN-Konferenz Führungsqualitäten zu beweisen, wählt die Regierung den Weg der Zerstörung von Zehntausenden Hektar Wald. Dies erläuterte Samit Aich, Geschäftsführer von Greenpeace, wenige Stunden vor Eröffnung der Konferenz.

Eine Studie von Greenpeace zeigt, dass allein 13 Kohlefelder in der indischen Landschaft zur Folge haben, dass mehr als 1,1 Millionen Hektar unberührter Wälder zerstört werden. Mehr als 14.000 indigene Völker werden ihre Häuser und damit ihre Lebensgrundlage verlieren. Sie werden gezwungen in sogenannten „Rehabilitationszentren“ zu leben, ohne Möglichkeit ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Die Auswirkungen auf die Umwelt dezimieren die indische biologische Vielfalt

Samit Aich erklärt weiter, dass das Verbrennen von Kohle auf lange Sicht irreversible Schäden durch CO2-Emissionen an unserem Planeten verursacht. Die Zerstörung des natürlichen Lebensraums und tausender Menschenleben ist nicht die Art von Fortschritt, welche sich Indien und seine Bevölkerung wünschen. Die indische Regierung muss den staatlich geförderten Vandalismus durch die Einführung eines verbindlichen Moratoriums der Kohleförderung beenden. Die Abholzung der Wälder hat die energiepolitischen Ziele der Regierung bereits überschritten.

Umweltminister haben die Möglichkeit die Artenvielfalt zu schützen

An der Konferenz in Hyderabad nehmen die Umweltminister aus allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen teil. In der Konferenz kann über zukünftige internationale Abkommen, die verpflichten die biologische Artenvielfalt zu schützen, entschieden werden.

Eines der wichtigsten Themen der Konferenz beschäftigt sich mit dem Schutz der Meere und Nachhaltigkeit in internationalen Gewässern. Auf der Tagesordnung steht der Schutz von ökologisch oder biologisch bedeutsamsten Meeresgebieten, wie die nachhaltige Fischerei und die Auswirkungen menschlichen Verhaltens auf die Küsten- und Meeresvielfalt.

Zum Weiterlesen:

Wie Kohleabbau Tigerland zerstört