Ein Artikel von Beate Steffens

Demonstration für mehr Artenvielfalt im Schwarzwald!

Am Samstag haben über 100 Greenpeace-Jugendliche aus ganz Deutschland in Baden-Baden demonstriert. Sie fordern die Einrichtung eines Nationalparks im Schwarzwald. Um zehn Uhr startete die Demo vor dem Festspielhaus und führte durch die Fußgängerzone bis zum Willy-Brand-Platz.

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Die Demonstranten tragen selbstgemalte Bilder bedrohter Tierarten aus dem Schwarzwald und Banner mit Aufschriften: Wir suchen eine Heimat!. Spontane Flashmops bilden zudem unter dem Motto Bringt den Wald ins Gleichgewicht Bäume mit Yogafiguren. Sie ermutigen so die Menschen in Baden-Württemberg, sich jetzt für einen Nationalpark im Schwarzwald einzusetzen.

Ein Nationalpark würde vielen Pflanzen- und Tierarten das Überleben in der Zukunft sichern, sagt Frauke Dornberg, Greenpeace Jugendliche aus Köln. Rund 100 Greenpeace Jugendliche setzen sich aus diesem Grund für die Errichtung eines Nationalparks in Baden-Württemberg ein.

Auch Baden-Württemberger befürworten einen Nationalpark im Schwarzwald

Neben Rheinland-Pfalz ist Baden-Württemberg das einzige Flächenbundesland ohne Nationalpark. Ein Schutzgebiet liefert einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Nur so werden Tier- und Pflanzenarten geschützt, die in forstwirtschaftlich genutzten Flächen nicht überleben können.

Die Wälder bieten dazu wichtige Lernflächen für eine naturnahe und zukunftsfähige Waldbewirtschaftung. Ein Nationalpark fördert den regionalen Tourismus und erhält somit regionale Arbeitsplätze.

Bereits 65 Prozent der Baden-WürttembergerInnen befürworten deshalb die Einrichtung eines Nationalparks im Schwarzwald. Dies ergab eine von Greenpeace beauftragte repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts.

Der erste Nationalpark für Baden-Württemberg!

Auch unsere Generation soll die Möglichkeit bekommen, die Vielfalt des Waldes zu erleben, fordert Lena Weigl, Greenpeace Jugendliche aus Regensburg. Der nationalen Biodiversitätsstrategie und dem Koalitionsvertrag der grün-roten Landesregierung zu Folge sollen bis zum Jahr 2020 zehn Prozent der öffentlichen Wälder aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen werden.

Doch seit der Verabschiedung der Biodiversitätsstrategie vor fünf Jahren sind noch keinerlei große Waldflächen dauerhaft der natürlichen Waldentwicklung überlassen worden. Jetzt wird es endlich Zeit, dass Taten folgen!

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