
Der Grund für die Aktion: Palmöl von den Plantagen Indonesiens größtem Urwaldzerstörers Sinar Mas wird immer noch für die Herstellung von Nestlé Produkten verwendet. Zwar hat Nestlé nach Greenpeace Protesten im März seine direkten Verträge mit Sinar Mas gekündigt, bezieht jedoch weiter das Öl über Zwischenhändler.
Für Nestlé-Produkte wird weiterhin Urwald zerstört
, sagt Corinna Hölzel, Urwaldexpertin von Greenpeace. Der größte Lebensmittelkonzern der Welt versucht sich als klein und unbedeutend zu verkaufen, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.
Die jüngste Ankündigungen von Nestlé sind unverbindlich, ohne Zeitbezug und kaum nachprüfbar. Die Umweltschützer fordern von Nestlé, auch die indirekten Verträge zu kündigen und sicherzustellen, dass kein Palmöl von Sinar Mas in seinen Produkten landet. Die Sinar Mas Gruppe verletzt internationale Standards und indonesisches Recht, ist an Landkonflikten beteiligt, rodet wertvolle Regenwälder in Orang-Utan-Gebieten und will künftig noch mehr Urwald zertsören.
Indonesien ist das Land, in dem die Urwaldzerstörung wegen des Anbaus von Ölpalmen am schnellsten voranschreitet. Seit 1950 sind in Indonesien 74 Millionen Hektar Wald vernichtet worden, eine Fläche doppelt so groß wie Deutschland. Besonders dramatisch ist die Rodung und Trockenlegung von Torfwäldern, da diese rund 10 Mal mehr Kohlenstoff speichern als andere Urwälder und viele vom Aussterben bedrohte Arten wie Orang-Utans, Sumatra-Tiger oder Java-Nashörner beheimaten. Aufgrund der Urwaldzerstörung ist Indonesien - nach China und den USA - bereits der drittgrößte Produzent von Treibhausgasen.
Und so können Sie mitmachen:
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