Hintergrund der Aktion: Der Holzkonzern StoraEnso hatte beantragt, Holz in Torsby/Värmland abholzen zu dürfen. Der jetzt vorgelegte Bericht belegt jedoch, dass dieser Wald zu 15 Prozent aus Urwald besteht.Hier wird deutlich, dass die Abholzung von Urwald in großem Maßstab betrieben wird
, sind sich Patrik Eriksson von Greenpeace und Mirjam Lööf von Fältbiologerna einig. Sie fordern die schwedische Regierung auf, den Raubbau an Urwäldern schnell zu stoppen.
Über 2100 Arten, die im Wald beheimatet sind, seien heutzutage vom Aussterben bedroht. Das liege vor allem an der intensiven Abholzung der Urwälder. Denn der Lebensraum vieler dieser Arten sind abgestorbene Bäume und dichtes Unterholz - wesentliches Merkmal eines Urwaldes. Schweden hat neben anderem die EU-Konvention zur biologischen Artenvielfalt unterzeichnet. Handelt die Regierung nicht, wenn Holzkonzerne Urwälder abholzen und damit im Wald beheimatete Arten gefährden, verstößt Schweden gegen die Konvention.
Bisher, so Eriksson, sei nur ein Prozent des schwedischen Waldes gesetzlich geschützt. Angesichts der schwindenden Artenvielfalt forden Greenpeace und Fältbiologerna daher vom Umweltministerium, alle schwedischen Urwälder zu schützen.